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BU: Rechtsstreit im Leistungsfall fast unvermeidbar

15.12.2015 – Es mangelt an verbindlichen und transparenten Vertragsbedingungen in der BU, sagt Versicherungsexperte Claus-Dieter Gorr. “Für den Kunden sind sie eine Black Box – die Vertragsbedingungen sind alles andere als fair”, unterstreicht der Geschäftsführer der Unternehmensberatung Premium Circle seine Kritik.

Anlässlich einer Studie zum Leistungsspektrum der BU im Auftrag des Handelsblatts stellt Claus-Dieter Gorr fest: “Das Leistungsgefälle innerhalb der angebotenen Produkte ist enorm.” Gerade bei den Bedingungen offenbaren sich dem Analysten Mängel: “Allein bei den größten zwölf Anbietern, die circa 70 Prozent Marktabdeckung erzielen, kamen wir auf 139 unbestimmte Begriffe und unverbindliche Formulierungen. Die Vertragswerke lassen den Versicherern im Streit um die Leistung einen enormen Interpretationsspielraum. Für den Kunden sind sie eine Black Box – die Vertragsbedingungen sind alles andere als fair.”

Auch das Bundesjustizministerium, dass die Position vertritt, “nicht alle Eventualitäten lassen sich in Worte fassten”, sieht Gorr in der Verantwortung: “Die Aussage des Ministeriums kommt einem Offenbarungseid gleich. Was ist denn das für eine Haltung, Kunden unverbindliche Vertragsbedingungen zuzumuten, die im Ernstfall zu einem Rechtsstreit führen müssen.”

Ohne professionelle Unterstützung eines versierten Versicherungsmaklers, bleibe im Leistungsfall für den Kunden meist nur das “Prinzip Hoffnung.” (vwh/ku)

Link: “BU wird regelmäßig zu günstig verkauft” & “Versicherungsgedanke bei BU ad absurdum geführt” (Aktuelle VWheute-Interviews zum Thema BU mit Michael Franke, Geschäftsführer von Franke & Bornberg.)

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