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BKA spannt Versicherer im Kampf gegen Geldwäsche ein

19.09.2014 – Schätzungen zufolge werden Jahr für Jahr 30 bis 50 Mrd. Euro an illegalen Geldern in Deutschland gewaschen, unter anderem auch durch Versicherer. Mit einem aktualisierten Anhaltspunktekatalog will das Bundeskriminalamt (BKA) für das Problem sensibilisieren.

Versicherer und Vermittler sind durch das Geldwäschegesetz zur Mithilfe im Kampf gegen Geldwäsche verpflichtet. Wer das missachtet, dem drohen empfindliche Strafen und, wenn es ganz hart kommt, auch eine denkbar schlechte Presse. Die Kriminalbehörden fordern sowohl von den Versicherern als auch von den Vermittlern ein hohes Maß an Professionalität ein. Bereits leichtfertiges Nicht-Erkennen von Geldwäsche kann einen Strafprozess nach sich ziehen. Jetzt hat das BKA seinen Anhaltspunktekatalog aus dem Jahre 2006 erweitert. Auf 27 Seiten informiert das Amt darüber, in welchen Transaktionen Wirtschaftsunternehmen illegale Geldgeschäfte erkennen sollten.

Aus Sicht der Kriminaler kann das zum Beispiel schon die Zahlung eines hohen Einmalbeitrags sein oder ein „ungewöhnlich starkes geäußertes“ Interesse des Versicherungsnehmers an der Option einer vorzeitigen Kündigung. „Gerade für den Vertrieb sind diese insgesamt 148 Warnhinweise zur Umsetzung des so genannten „Know-Your-Customer-Prinzips“ von elementarer Bedeutung, da kein Mitarbeiter im Innendienst des Versicherungsunternehmens einen Kunden zu Gesicht bekommen wird“, warnen Andreas Glotz und Tanja Brüggemann von der Skym Unternehmensberatung. In ihrem Mitte Oktober im Verlag Versicherungswirtschaft erscheinenden Buch „Geldwäscheprävention in der Versicherungsvermittlung“ geben sie Versicherern und Vermittlern umfangreiche Handreichungen zu diesem Problem. (ba)

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