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Bedarfsanalyse soll DIN-Norm werden

15.10.2014 – Die Bedarfsanalyse nach Defino soll bei der DIN e.V. normiert werden. Ende September hat der Lenkungsausschuss der DIN einem entsprechenden Antrag von Defino zugestimmt. 21 Vertreter von Banken, Versicherern und Vertrieben beteiligen sich an dem Projekt.

„Wenn Sie ihre Finanzen von zehn Beratern, selbst aus einem Haus, analysieren lassen, bekommen Sie zehn verschiedene Ergebnisse“, sagt Klaus Möller. Der frühere MLP-Berater arbeitet für Defino, die in siebenjähriger Arbeit ein Tool zur Bedarfsanalyse geschaffen haben. Das Grundkonzept dieses Tools soll nun zur DIN-Norm erhoben werden, ein Prozess, der noch zwei Jahre dauern wird.

„Wir erfahren deutlich weniger Gegenwehr als wir erwartet hätten“, sagte Möller gestern auf einer Journalistenveranstaltung in Frankfurt/Main. „Die Finanzbranche ist dafür empfänglich.“ Vor zwei Jahren war das noch anders. Damals hatte das ursprünglich exklusiv für Formaxx konzipierte Modell den Prozess zu einer DIN-Spezifikation gestartet, der vor einem Jahr abgeschlossen wurde. Das Modell ist nun die DIN-Spezifikation 77 2222.

Die neue Analysenorm könnte das Zeug dazu haben, zu dem führenden Standard im Finanzgewerbe zu werden. Viele Versicherer und Vertriebe haben eigene Beratungsprogramme im Einsatz. Die neue Norm könnte diese Programme standardisieren und damit glaubwürdiger machen. Es gehe darum, britische Verhältnisse in Deutschland zu verhindern, sagte Möller. Weil in dem Vereinigten Königreich Beratung nicht mehr gegen Courtage erfolgen darf, ist die Kundenberatung zu einem Privileg der Reichen geworden. Die breite Masse verzichtet auf Beratung und kauft Versicherungsschutz auf eigene Faust im Internet oder Supermarkt, wenn überhaupt. (ba)

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