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bAV-Vorbild Großbritannien: Einfacher, preiswerter, verbreiteter

07.04.2015 – joerg_frotscherIm Vereinigten Königreich hat die betriebliche Altervorsorge einen wesentlichen höheren Zuspruch als in Deutschland, sagt Jörg Frotscher, Business Development Executive Europe bei Aquilaheywood. Demnach sei die Summe auf den Kapitalkonten der betrieblichen Altersversorge in Großbritannien bei gleicher Anzahl der Betriebsrentenanwärter um ein Dreifaches höher als in Deutschland.

Zudem strukturiere sich das britische System in Beitrags- und Leistungszusagen deutlich übersichtlicher als die fünf deutschen Durchführungswege, so der Experte gegenüber dem Business- und Management-Magazin Versicherungswirtschaft. Außerdem musste die britische Regierung aufgrund der höheren Lebenserwartung und des derzeitigen Haushaltsdefizits Änderungen vornehmen, um die Kosten für die bAV zu senken.

Demnach sei bei den Beitragszusagen nun ein starkes Wachstum zu verzeichnen, da neue Mitarbeiter automatisch beitragsorientierten Versorgungszusagen zugeordnet werden. Diese Vereinfachung des Systems habe somit seit 2012 zu einem Wachstum um mehr als fünf Mio. Mitglieder geführt, sagte Frotscher weiter.

In Deutschland ist aus Sicht des Experten “nicht nur die Durchdringung ein Problem, sondern auch die Beitragshöhe”. Zudem müsse auch hierzulande die Zuordnung eines Arbeitnehmers in ein Beitragssystem erlaubt werden. In Großbritannien werden die Anlagen außerdem durch die Aufsicht überwacht. Auch die Gebührenbeschränkungen seien größer und es gebe ein Provisionsverbot, so Frotscher weiter. (vwh/td)

Lesen Sie mehr dazu in der aktuellen Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft (Heft 4/2015).

Bild: Jörg Frotscher (Quelle: Aquilaheywood)

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