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Bausparen: Solides Modell mit Schlüsselrolle

25.11.2014 – hausbau-150Bausparen ist Zwecksparen, entgegnet die Wüstenrot Württembergische der Kritik von Verbraucherschützern an der Kündigung von hochverzinsten Bausparverträgen. Bereits im Vorjahr habe man von übersparten Verträgen gekündigt, in Einvernehmen mit dem Ombudsmann beim Verband der Privaten Bausparkassen, zum Schutz des Kollektivs.

Verbraucherschützer Niels Nauhauser hatte jüngst moniert, dass es sich bei den Kündigungen von Altverträgen keineswegs um Einzelfälle handelt. Die LBS Bayern hatte jüngst 26.000 Verträge, die seit mehr als zehn Jahren zuteilungsreif waren, gekündigt. Bei der W&W waren das 15.000 Verträge, insgesamt 0,5 Prozent des Gesamtbestandes von rund 3,6 Mio. Bausparverträgen, erläutert Pressesprecher Immo Dehnert auf Nachfrage von VWheute.

Allerdings handelt es sich hier um übersparte Verträge. “Daher kündigen die Bausparkassen derzeit Verträge, deren Nutzung dem ursprünglichen Vertragszweck des Bausparens – der Erlangung eines zinsgünstigen Bauspardarlehens – widersprechen. Diese Bausparverträge sind dadurch charakterisiert, dass deren Bausparguthaben die Bausparsumme übersteigt. Diese Verträge werden als überspart oder voll bespart bezeichnet”, heißt es in einem der Redaktion vorliegenden Positionspapier der W&W. Dazu würden Verträge zählen, die schon alleine durch das Bausparguthaben in die Übersparung eingetreten sind, ebenso wie Verträge, bei denen ein vertraglicher Sonderzins bzw. Zinsbonus nach Maßgabe der den einzelnen Tarifen zugrundeliegenden Allgemeinen Bausparbedingungen (ABB) bei Feststellung der Übersparung berücksichtigt werden durfte.

“Das Bausparen hat als Folge der Finanz- und Schuldenkrise eine Renaissance erlebt. Das liegt vor allem daran, dass es im Gegensatz zu anderen Anlageformen gleichzeitig besonders flexibel, transparent und besonders sicher ist”, heißt es im Positionspapier weiter: “Das rührt unter anderem daher, dass Bausparkassen laut Gesetz für die Bauspareinlagen ihrer Kunden nur sichere Anlageformen wählen dürfen und ein Ausfallrisiko nahezu ausgeschlossen ist.” Im Zuge der Niedrigzinspolitik der EZB sind die Erträge aus diesen Anlagen stark rückläufig. Die insoweit erheblich erschwerte Anlagepolitik schränke, so die W&W weiter, schon heute den Handlungsspielraum der Bausparkassen ein und erhöhe den Druck, hochverzinsliche Bausparguthaben abzubauen.

Das Modell des Bausparens stelle eine unverzichtbare Stütze im Besonderen für Renovierungs-/Sanierungsmaßnahmen im Wohnungsbestand dar: “Im Rahmen der von der Bundesregierung ausgerufenen Energiewende kommt gerade den privaten Immobilien und deren energetischer Sanierung eine Schlüsselrolle zu.” (vwh/ku)

Bildquelle: vwh

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