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Analysten prognostizieren steigende BU-Prämien

22.12.2014 – Medizin_Thorben Wengert_pixelioDie Versicherungsanalysten der Ratingagentur Franke und Bornberg gehen davon aus, dass die viele Anbieter von Berufsunfähigkeitsversicherungen im kommenden Jahr ihre Prämien neu kalkulieren und die Berufsgruppen neu einteilen werden. So geht der Trend aufgrund des gesenkten Garantiezins zu mehr Differenzierung: Tarife für risikoarme Berufe werden günstiger und risikoreiche noch teurer.

Das Problem hierbei: trotz großer Nachfrage nach einem Berufsunfähigkeitsschtz können oder wollen viele Kunden die Prämie nach der Gesundheitsprüfung nicht zahlen. Gleiches gilt auch für Kunden, die körperlich tätig sind und selbst bei guter Gesundheit noch mit sehr hohen Prämien rechnen müssen.

Hinzu kommt, dass die Versicherer die Gesundheitsprüfung immer restriktiver betreiben, so der Versicherungsberater Andreas Kutschera. Für ihn ist der Abschluss einer BU-Police mittlerweile “ein Projekt”, für das bis zu vier Monate ins Land gehen würden. So würden auch risikoreiche Hobbies, wie Paintball-Schießen oder asiatische Kampfkunst, mit einem Aufpreis von bis zu 50 Prozent belegt werden.

Potenzielle Alternativen sehen Versicherungsexperten daher in einer standardisierten Erwerbsunfähigkeits-Police (EU), die staatlich gefördert werden sollte, um eine notwendige Breitenwirkung zu erzielen. Zudem sollte die BU stärker über den Arbeitgeber favorisiert werden. Damit könnten dank reduzierter Gesundheitsprüfungen vor allem die Mitarbeiter Schutz finden, die am freien Markt kaum unterkommen. (usk)

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

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