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Alles im reinen Kundeninteresse?

18.02.2016 – Immer häufiger kommt es vor, dass sich Mehrfachvertreter in den Maklerstatus hinüberschleichen. Dabei sollten sie eigentlich mit offenen Karten spielen, sowohl gegenüber dem Kunden als auch gegenüber dem Versicherer. Im schlimmsten Fall kann ein Vermittler schadenersatzpflichtig werden, warnt Rechtsanwalt Jürgen Evers in der neuen Ausgabe von Value.

Mehrfachvertreter versuchen zunehmend, sich maklertypische Handlungsmöglichkeiten zu erschließen. Sie lassen sich von Kunden beispielsweise damit betrauen, Versicherungen zu vermitteln. So vermeiden sie, Unterschriften der Kunden für Abschlüsse oder Kündigungen einholen zu müssen. Sie versprechen Kunden, sie objektiv aus ihrer Angebotspalette zu beraten, die laufenden Versicherungsverträge im Kundeninteresse zu überprüfen und ggf. den Versicherungsschutz oder die Vertragskonditionen eigenständig zu optimieren. Zusätzlich versprechen sie dem Kunden, ihm im Versicherungsfall interessenwahrend beizustehen.

Um dieses Leistungspaket umsetzen zu können, lassen sich die Vertreter rechtsgeschäftlich vom Kunden bevollmächtigen. Dabei wird übersehen, dass sich Mehrfachvertreter, die Versicherungen im Interesse der Versicherer absetzen und administrieren, damit auf einen gefährlichen Kollisionskurs begeben.
Die Doppelbeauftragung birgt das Risiko, dass ein Versicherer die Interessenwahrung verlangt und der Mehrfachvertreter sich so einem Schadensersatzanspruch des Kunden oder des Versicherers aussetzt, ohne sich auf die Unwirksamkeit der Doppelverpflichtung berufen zu können. (vwh)

Ausführlich über die Gründe, warum es so gefährlich ist, doppelgleisig zu fahren, schreibt Rechtsanwalt Jürgen Evers in der neuen Ausgabe von Value.

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