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21 Gründe für einen besseren Maklervertrag

14.02.2014 – MichaelisNatürlich kann ein Maklervertrag auch mündlich oder gar nicht abgeschlossen werden und der Makler hat trotzdem Anspruch auf Courtage. Darüber hinaus gibt es aber im Verhältnis zwischen Makler und Kunde viele Fallstricke – deshalb ist ein Makler mit einem schriftlichen Vertrag auf der sicheren Seite und hat zudem noch Gestaltungsmöglichkeiten, wie auf einer Veranstaltung der Kanzlei Michaelis aufgezeigt wurde.

Wenn ein Makler sicher gehen will, dass er von Gewerbekunden für Zusatzleistungen ein Honorar bekommt, sollte er dies lieber rechtzeitig in einem Maklervertrag festhalten, empfiehlt Rechtsanwalt Stephan Michaelis. Auf einer Fachtagung für den Versicherungsvertrieb nannte er 21 Gründe, die gesetzliche Rechtslage zum Vorteil des Maklers zu ändern.

So sollte er auch lieber rechtzeitig eingrenzen, was zu seinen Leistungen gehört und welche Mitwirkungspflichten der Kunde hat, wenn er sich nicht später dem Vorwurf aussetzen will, er habe falsch beraten, weil er beispielsweise nicht nach Geschäftserweiterungen gefragt hat.

Grundsätzlich muss ein Makler „aus der Breite des Markts“ das am besten für seinen Kunden geeignete Angebot auswählen. Das kann auch ausländische Unternehmen in aller Welt einschließen. Um diese Verpflichtung nicht uferlos werden zu lassen, ist es empfehlenswert, im Maklervertrag explizit einzugrenzen, welche Versicherer einbezogen werden. Und auch die Weitergabe von Daten kann zum Fallstrick werden, wenn dies nicht ausdrücklich und nachweisbar geregelt ist.

Neben einem wasserdichten Vertrag gibt es noch zahlreiche andere juristische Fallstricke, die den Arbeitsalltag eines Versicherungsmaklers erschweren können. Dazu gehören auch die bAV-Beratung oder die Dokumentation zur Kapitalanlageberatung. Besonders wichtig ist es, immer auf dem neuesten Stand mit den aktuellen Urteilen des BGH und auch der unteren Instanzen zu sein. Im vergangenen Jahr gab es dabei zahlreiche Grundsatzurteile, man denke nur an die Rückzahlungsklagen bei der Lebensversicherung. Aber auch die Frage der Gültigkeit eines Maklervertrags für den Versicherer sowie die Klärung, ob die Fragen des Maklers bei der Besichtigung eines Objekts den Fragen des Versicherers gleichzusetzen sind, waren wichtige Themen, wie Ralf C. Funke, Fachanwalt für Versicherungsrecht, aufzeigte.

Ein besonders aktuelles Thema in der Versicherungsbranche ist Compliance und die Frage, was man eigentlich darf und was nicht. Eigentlich ist es ja etwas ganz Selbstverständliches, findet Michaelis, nämlich die Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften und ethischen Grundsätzen. Darüber hinaus kann es aber auch als Wettbewerbsvorteil dienen, beispielsweise gegenüber Versicherern, die von den Maklern, mit denen sie zusammenarbeiten, explizite Compliance-Richtlinien verlangen, wie sie auf die Initiative des GDV hin mittlerweile für die Versicherungsunternehmen gelten. (sgk)

Den ausführlichen Bericht über die Veranstaltung finden Sie in der nächsten Ausgabe der Versicherungswirtschaft, Heft 3/2014

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