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Zurich zieht die Kostenschraube an

29.04.2016 – zurich_blianzpl_lieDer neue Deutschland-Chef Marcus Nagel wird die deutsche Zurich-Gruppe nun doch radikaler umbauen als noch im Dezember verkündet. “Wir wollen uns bei der Kostenquote von aktuell 33 Prozent auf das Durchschnittsniveau von schätzungsweise 28 Prozent bewegen”, sagte Nagel vor der Presse. Das Sparziel von bisher 100 Mio. Euro jährlich bis 2020 wurde auf 150 Mio. Euro bis 2018 hochgesetzt.

Bis Ende 2018 sollen 825 der 5.200 Stellen (auf Vollzeitbasis; Ende 2015) wegfallen; bislang war der Abbau von 500 Stellen geplant. “Wir wollen in zwei bis drei Jahren die Voraussetzungen besitzen, um im Markt angreifen zu können und um uns dann als einer der Top 5 Player im deutschen Markt zu etablieren”, so Nagel.

Zum Strategieprogramm “Zeins” gehört zudem die Abschaffung der Marken “DA Direkt” und “Baden-Badener”, die künftig nur noch als Zurich laufen werden, und die Konzentration von fünf Direktionsstandorten auf zwei; nämlich in Köln und voraussichtlich in Frankfurt. In die Digitalisierung werden bis Ende 2019 rund 200 Mio. Euro investiert.

Im Geschäftsjahr 2015 wuchs die deutsche Gruppe um vier Prozent auf 6,55 Mrd. Euro Bruttobeitrag. Das Lebensgeschäft legte vor allem dank Einmalbeitrag um 4,4 Prozent auf 4,02 Mrd. Euro Prämie zu. Die frühzeitige Abkehr von den klassischen Garantien zahlt sich unter anderem in einer testierten Solvabilitätsquote von 164 Prozent aus, ohne das Übergangsmaßnahmen angewendet werden.

Das Schaden- und Unfallgeschäft, das größtenteils in Irland bilanziert wird, wuchs zwar um vier Prozent auf 2,53 Mrd. Euro, infolge höherer Kosten und Großschäden stieg die Combined Ratio aber auf 104 Prozent (2014: 98 Prozent). “Die Lebensversicherung hat ihre Ziele übererfüllt, im GI-Bereich haben wir aber Federn gelassen und daher weniger BOP”, so Nagel. Das Betriebsergebnis vor Steuern (BOP) fiel um ein Viertel auf 208 Mio. Euro. (lie)

Bild: Finanzvorstand Carlo Schmitt (links) und Deutschlandchef Marcus Nagel (rechts) (Quelle: lie)

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