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Zurich-Studien: Hochwasser-Vorsorge statt Wiederaufbau

13.06.2014 – Hochwasser_ZurichMehr Geld in die Risiko-Vorsorge statt in den Wiederaufbau nach Katastrophen, lautet das Ergebnis zweier Zurich-Studien zum Thema Hochwasser: Es brauche ein radikales Umdenken, um humanitäre Katastrophen und große Versicherungsschäden zu vermeiden.

Fast 87 Prozent der Hilfsmittel sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten in den Notfalleinsatz sowie in Wiederaufbau- und Sanierungsmaßnahmen geflossen und nur 13 Prozent in die Verringerung und Steuerung von Risiken. Von jeweils 100 US-Dollar Entwicklungshilfe wurden nur gerade 40 Cents in Maßnahmen zum Schutz vor Umweltkatastrophen investiert, geht aus dem Bericht über die Verbesserung der Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften gegen Überschwemmungen hervor. Dieser wurde von der Zurich Foundation finanziert und mit dem International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) und der Wharton School der University of Pennsylvania erstellt.

Mike Kerner, CEO der Schadenversicherungssparte der Zurich Insurance Group: „Wir können uns gegen Hochwasser am besten schützen, wenn wir die Risiken in ihrer gesamten Tragweite und in ihrem vollen Umfang besser verstehen und lernen, wie wir uns vor ihnen schützen können.“

Der Bericht schlägt vor, die Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaften gegen Überschwemmungen in einem neuen Rahmen zu messen und zu ermitteln, wie das investierte Kapital optimal eingesetzt werden kann. Auf diese Weise lässt sich quantitativ bestimmen, wie erfolgreich die Bemühungen für eine Verbesserung der Widerstandsfähigkeit gegen Hochwasser waren und welche Vorteile eine Risikominderung vor Eintritt einer Katastrophe gegenüber Hilfsmaßnahmen nach der Katastrophe hat. Zu diesem Zweck untersucht Zurich Daten aus hochwassergefährdeten Ländern wie Indonesien, Mexiko, Nepal und Peru.

Eine zweite Zurich-Studie “Hochwasser 2013 in Mitteleuropa: Eine Retrospektive”, setzt hier an und zeigt beispielsweise wie in München und Landshut durch die Erhöhung eines Damms und mithilfe von Maßnahmen zur Risikoverringerung entlang des Isarufers schwere Hochwasserschäden vermieden werden konnten. (vwh)

Foto: Statt Katastrophenhilfe gilt es laut Zurich-Studien in die Risiko-Prävention zu investieren (Quelle: Zurich)

Links: Studie “Hochwasser 2013 in Mitteleuropa: Eine Retrospektive” (PDF), Bericht über die Verbesserung der Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften gegen Überschwemmungen (PDF)

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