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Zurich stößt russisches Privatkundengeschäft mit Verlust ab

04.07.2014 – kerner_zurichDie Zurich Insurance Group trennt sich vom Privatkundengeschäft in Russland. 300 Mio. US-Dollar Verlust soll die Transaktion letztendlich bedeuten. Die russische Olma Group übernimmt das Schadensversicherungsgeschäft mit Privatkunden.

Die Neue Zürcher Zeitung berichtet, dass es sich bei Olma um eine Investmentgesellschaft handelt, die in diesem Marktsegment bis heute nicht in Erscheinung getreten ist. Die 1992 gegründete Olma Group vereine Aktivitäten in den Bereichen Wertpapierhandel, Unternehmensberatung und Research, auch gehört sie zu den Gründungsmitgliedern des Moskauer Finanzplatzes.

Laut General Insurance CEO Mike Kerner hat sich das Geschäft nicht nach den Erwartungen entwickelt und wird daher verkauft. Zurich erzielt einen Verkaufspreis von einer Mrd. Russischer Rubel (rund 30 Mio. Dollar). Beim Verkauf werden, wie das Unternehmen mitteilt, nicht realisierte Währungsumrechnungsverluste von rund 265 Mio. Dollar realisiert, die bereits im Eigenkapital enthalten sind. Hauptsächlich aufgrund dieser buchmäßigen Aufwendungen wird die Transaktion voraussichtlich zu einem Verlust von rund 300 Mio. Dollar führen.

Zurichs Retailportfolio in Russland setzt sich aus rund 1,2 Millionen Policen zusammen und verzeichnete 2013 ein Brutto-Prämienvolumen von 7,1 Mrd. Rubel (rund 220 Mio. Dollar). Es beinhaltet Kasko-, Kraftfahrzeug-Haftpflicht-, Sach- und Unfallversicherungen, die durch Agenturen, Vertriebskooperationen und direkte Verkaufskanäle an Privatkunden und kleine und mittelgroße Betriebe verkauft werden.

Zurich behält ihr Unternehmenskundengeschäft in Russland, das sich vor allem auf das Versichern von Risiken großer lokaler und multinationaler Unternehmen konzentriert sowie auf Versicherungen im Bereich Energie und Financial Lines. Die Gruppe ist seit 1996 im russischen Unternehmensversicherungsmarkt tätig.

Mike Kerner: „Die Transaktion zeigt, dass wir unsere Strategie 2014 bis 2016 umsetzen. Wir investieren in Schwerpunktmärkte und sanieren oder verkaufen Geschäftsbereiche, die eine unterdurchschnittliche Entwicklung aufweisen. Bei der Ankündigung unseres Jahresergebnisses 2013 sagten wir, dass sich das russische Retailgeschäft nicht nach unseren Erwartungen entwickelt hatte, und dass wir Optionen dafür prüfen. Wir sind überzeugt, dass der Verkauf an Olma im besten Interesse unserer Kunden, unserer Mitarbeitenden und unserer Aktionäre ist.“ (vwh)

Foto: Mike Kerner erläutert für die Zurich den Rückzug aus unterdurchschnittlichen Märkten (Quelle: Zurich)

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