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Zurich Leben senkt Überschussbeteiligung

08.12.2014 – marcus_nagel_zurichVon VWheute-Korrespondentin Monika Lier.

Die Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG senkt die Überschussbeteiligung für 2014 auf 2,8 Prozent (zuvor: 3,0) bzw. inklusive Schlussgewinnanteile von 3,8 auf 3,5 Prozent. Das klassische Lebensversicherungsgeschäft betreibt die Zurich mit Ausnahme der Konsortialrentenprodukte mit dem Deutsche-Bank-Konzern nicht mehr.

In den ersten drei Quartalen 2014 habe man sich deutlich vom Markttrend absetzen können,und den Absatz um 7,6 Prozent auf 199 Millionen Euro APE (Annual Premium Equivalent) gesteigert, berichtete Marcus Nagel, Vorstand für das Ressort Lebensversicherung. Auch das Jahresendgeschäft laufe bisher sehr positiv. 2013 war der Jahresbeitrag des Neugeschäftes um 22,4 Prozent auf 639,5 Mio. Euro zurückgegangen. Per Ende September stiegen die Bruttobeiträge in Leben um sechs Prozent auf 2,7 Mrd. Euro.

Mit einem Großteil der Vertriebspartner sei man bereits in Gesprächen zur Neuregelung der Abschlussprovisionen nach den Regeln des Lebensversicherungs-Reformgesetzes, so Nagel. In einem Stufenprozess werde man die Abschlussprovisionen hin auf die Bestandsprovisionen verlagern. Die Abschlussprovisionen seien um 15 Prozent gekürzt worden. Teilweise griffen die Veränderungen schon zum 1. Januar. Den Rest werde man bis zur Jahresmitte 2015 umsetzen. Nagel rechnet für das eigene Haus mit einer Änderung des Bestandsmix hin zu mehr Biometrieprodukten und Einmalbeitragsgeschäft, die beide nicht vom LVRG betroffen sind. Eine Verlängerung der Stornohaftungszeiten lehnt Nagel ab. Er favorisiert eher eine höhere Rückbelastung von Provisionen innerhalb der ersten fünf Jahre.

Um die betriebliche Altersvorsorge anzukurbeln, fordert er den Gesetzgeber auf, die Informationspflichten für die Arbeitgeber zu erhöhen. Zudem sollten die Ersparnisse der Arbeitgeber bei den Sozialabgaben zur Hälfte an die Mitarbeiter weitergegeben werden, damit deren Nachteile in der Rentenbezugsphase ausgeglichen würden. Darüber hinaus sollte die bAV bei der Grundsicherung nicht voll angerechnet werden. Die Zurich bietet alle fünf Durchführungswege an. Die Direktversicherung werde am stärksten nachgefragt. (lie)

Bild: Marcus Nagel (Quelle: Zurich)

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