Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Zahl der privat Krankenversicherten sinkt weiter

07.04.2016 – dr-volker-leienbach-kleinDie Zahl der privat Krankenversicherten ist 2015 angesichts der Rekordbeschäftigung leicht um 0,5 Prozent oder 47.100 Versicherte auf 8,79 Millionen zurückgegangen. Damit fiel der Rückgang etwas geringer aus als im Vorjahr (2014: minus 0,6 Prozent), teilte der PKV-Verband am gestrigen Mittwoch in Berlin mit. Dennoch entwickelte sich die Gesamtzahl an Versicherungen in der PKV laut Verband 2015 weiter positiv.

Demnach stieg die Zahl der privaten Krankenzusatzversicherungen im vergangenen Jahr um 1,7 Prozent auf 24,77 Millionen. Insgesamt stieg die Zahl der Verträge nach Angaben des PKV-Verbandes auf 33,56 Millionen Voll- und Zusatzversicherungen. Die Zahl der geförderten Pflegezusatzversicherungen stieg 2015 um 22,4 Prozent auf 683.500 Verträge. Bei den Pflegezusatzpolicen verzeichnete die PKV einen Zuwachs um 4,2 Prozent auf 2,59 Millionen. Insgesamt ergebe sich damit ein Plus von 228.200 Versicherungsverträgen.

“Den Menschen wird zunehmend bewusst, dass die gesetzliche Pflegeversicherung im Pflegefall nur einen Teil der Kosten trägt und für die Betroffenen oder ihre Angehörigen ohne private Vorsorge eine Finanzierungslücke von oft mehr als tausend Euro im Monat bleibt”, betonte Volker Leienbach, Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV), bei der Vorstellung der vorläufigen Branchenzahlen am gestrigen Mittwoch in Berlin.

Die Beitragseinnahmen in der Kranken- und Pflegeversicherung stiegen laut PKV 2015 um 1,4 Prozent auf 36,82 Mrd. Euro. Davon entfallen 34,62 Mrd. Euro auf die Krankenversicherung, was einem Plus von 0,9 Prozent entspricht. Eine Ursache für dieses vergleichsweise geringe Wachstum sieht der PKV-Verband in der moderaten Beitragsentwicklung bei vielen PKV-Unternehmen. In der Pflegeversicherung stiegen die Einnahmen um 9,4 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro.

Die Versicherungsleistungen stiegen 2015 um 4,1 Prozent auf 25,81 Mrd. Euro. Davon entfielen auf die Krankenversicherung 24,86 Mrd. Euro, auf die Pflegeversicherung 0,95 Mrd. Euro. Das ergibt ein Plus von 4,0 Prozent in der Krankenversicherung und von 8,0 Prozent in der Pflegeversicherung gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die Alterungsrückstellungen stiegen 2015 nach Angaben des PKV-Verbandes auf 219 Mrd. Euro (2014: 190,0 Mrd.). Dies entspricht einem Plus von 6,2 Prozent. “Auch in der Niedrigzinsphase konnten wir den Rückstellungen der Privatversicherten im Jahr 2015 rund 12,8 Mrd. Euro neu zuführen”, ergänzte Leienbach. (vwh/td)

Bild: Volker Leienbach, Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV) (Quelle: PKV)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten