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W&W will WürttLeben von der Börse nehmen

12.12.2014 – wuerttembergische-w-wZuerst keine Dividende, dann das Delisting, das LVRG fordert weitere Konsequenzen: Jetzt hat die Wüstenrot & Württembergische AG (W&W) den Minderheitsaktionären ihrer Tochtergesellschaft Württembergische Lebensversicherung AG (WürttLeben) ein freiwilliges öffentliches Kaufangebot für deren Aktien gemacht. Ziel ist eine weitere Straffung des Unternehmens sowie eine effektive Kostensenkung, wie W&W mitteilt.

Das Angebot beträgt 17,75 Euro je Aktie. Es ist aus steuerlichen Gründen bis zu einer Höhe von 94,9 Prozent der W&W-Anteile an der WürttLeben begrenzt.

Die W&W AG ist derzeit zu 83,4 Prozent an der WürttLeben beteiligt, der Rest ist breit gestreut. Die Gesellschaft hatte vor dem Hintergrund des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG) im Sommer 2014 angekündigt, trotz erwarteter Gewinne bis auf Weiteres keine Dividende mehr an ihre Aktionäre auszuschütten, wozu das LVRG zwingt. Die Ausschüttungssperre betrifft nur die Dividendenzahlungen an die Aktionäre. Garantiezusagen an die Kunden und die deklarierte Überschussbeteiligung sind davon nicht betroffen.

Mit dem freiwilligen öffentlichen Erwerbsangebot soll den Minderheitsaktionären mit Blick auf die Ausschüttungssperre und die Ankündigung des Delistings jetzt die Möglichkeit geboten werden, zu einem fairen Preis ihre Aktien zu verkaufen.

Die WürttLeben war bislang schon die einzige verbliebene im geregelten Markt notierte Lebensversicherung in Deutschland. Um die Aufstellung der W&W-Gruppe weiter zu straffen und Kosten zu senken, ist beabsichtigt, die WürttLeben vom regulierten Markt zu nehmen.

Im Jahr 2013 betrugen die gebuchten Brutto-Beiträge 2,2 Milliarden Euro. (vwh)

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