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Wirbel um Debeka-Adressenbeschaffung

06.11.2013 – debeka-logo-15Nicht alle glauben an Zufall, dass die zweifelhafte Adressenbeschaffung der Debeka in der deutschen Beamtenschaft sich gerade jetzt in Schlagzeilen und Empörungsstatements niederschlägt. In den Koalitionsrunden strebt der gesundheitspolitische Richtungsstreit seiner Entscheidung entgegen. Da könnte sich mancher vom Wirbel um den größten privaten Krankenversicherer in Deutschland Rückenwind für systemverändernde Politik-Ambitionen versprechen.

Ausgerechnet die  Debeka, die in schier beamtenhaft-spröder Tugend auf aufwendige mediale Glanzwerbung verzichtet, mit einem festangestellten Außendienst statt mit externen Strukturvertrieben arbeitet, gerät ins Kreuzfeuer von Vorwürfen illegaler Beschaffung von Kundendaten. In welchem Umfang dies mehr als eine historische Entgleisung von Mitarbeitern im letzten Jahrhundert war, klären jetzt u.a. staatsanwaltliche Ermittlungen.

Für die Debeka ist zu sagen, dass sie mit ihrem Vorstandsvorsitzenden Uwe Laue an der Spitze nach Bekanntwerden der Vorwürfe krisengerecht reagiert hat. Nicht leugnen, sondern zugeben, wo geprüfte eigene Erkenntnisse an Fehlverhalten vorliegen. Und klären, was noch im Busche sein könnte.
Laue zu VWheute: “Wir reden mit der BaFin, der Staatsanwaltschaft, dem Beauftragten für Datenschutz Rheinland Pfalz und haben die KPMG mit einer Prüfung beauftragt. Das zeigt: Wir klären auf“.
Das geht nicht von heute auf morgen – vor allem nicht bei einem Zeitraum von Jahrzehnten. Keine Frage indes, dass der Vorgang einen Rückschlag für die Reputation der Branche insgesamt bedeutet. Umso wichtiger ist der nahezu branchenweite Durchbruch aktuell bei der Unterzeichnung des GDV-Verhaltenskodex für Vertriebe durch die Mitgliedsunternehmen. Auch die Debeka selbst ist hier mit einem strikten Regelwerk vorangegangen, das Abweichungen wie in der Vergangenheit noch schärfer sanktioniert. Freilich könnte geschehen, dass über den Handel auch andere Versicherer mit gewachsenen Beziehungen zum öffentlichen Dienst sowie dessen tatsächliche oder angeblichen „Privilegien“ unter die Lupe geraten. (vwh)

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