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Werbespot zum Tod von Kindern: Versicherer erntet Shitstorm

03.02.2015 – Nationwide_ShitstormNeun Millionen Dollar kostet die Werbeminute beim Super Bowl Finale: möglicherweise als Riesen-Reinfall entpuppte sich diese Investition für die Nationwide Insurances. Einen Shitstorm löste der Versicherer mit seinem Spot aus, der unter dem Stichwort “Make Safe Happen” den Tod von Kindern werbeunterstützend verwendet.

“Was ich alles verpassen würde, wenn ich bei einem Unfall gestorben wäre”, erklärt ein kleiner Junge im Nationwide-Spot. Der Versicherer nimmt dies zum Anlass darauf hinzuweisen, dass man sich um das kümmere, was dem Kunden am meisten am Herzen liege – um dessen Kinder.

Dies geschieht nicht ohne die plastischen Bilder von möglichen Todesszenarien, vom herabfallenden Flatscreen-TV bis hin zur Badewanne.

Reaktionen gingen über wüste Beschimpfungen bis hin zur drastischen Vergleichen mit Kindern in Sudan. Allgemein wurde der Beitrag zur Super-Bowl-Werbepause als Riesen-Stimmungstöter empfunden. Auch der Hinweis, dass viele Todesfälle im Haushalt auf frei verfügbare Waffen zurückzuführen sind, fehlte nicht.

Man sei sich im Klaren, dass man Reaktionen hervorrufe, hatte Marketingchef Matt Jauchius im Vorfeld bei Fast Company erklärt. In einer unmittelbar nach Ausstrahlung gesendeten Stellungnahme unterstrich Nationwide Insurances, dass der kontroverse Spot immerhin den Dialog angeregt habe.

Ob es sich beim Super Bowl um die richtige Plattforum für Aufmerksamkeit dieser Art handelt, werden die kommenden Tage zeigen. (vwh/ku)

Bildquelle: Nationwide Insurances (TV-Spot)

Link: Live-Ansicht des Twitter-Hashtags #Makesafehappen

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