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Weniger Insolvenzen in Mittel- und Osteuropa

26.07.2016 – insolvenz_schuetz_pixelioUnternehmen in Mittel und Osteuropa stehen wirtschaftlich besser da, berichtet der Kreditversicherer Coface. Demnach sank 2015 die Zahl der Insolvenzen in neun von 13 untersuchten Ländern und ging im Durchschnitt nach BIP gewichtet um 14 Prozent zurück. Allerdings variieren die Insolvenzen innerhalb der Region. Einen weiteren Rückgang um 5,3 Prozent erwartet der Kreditversicherer für 2016.

Größter Gewinner mit fast 50 Prozent ist Rumänien, das von erheblichen Steueranreizen profitierte. Die Ukraine hingegen verzeichnete den höchsten Anstieg der Insolvenzzahlen in der Region mit 20,8 Prozent. Die anhaltende Rezession ist vor allem auf den Konflikt mit Russland zurückzuführen.

Die Insolvenzzahlen sind bei den meisten Ländern noch nicht auf demselben Niveau wie vor der Wirtschaftskrise 2008. So waren die Insolvenzen in der Tschechischen Republik fast viermal, in Polen 1,8-mal und in Slowenien 2,2-mal höher als 2008, wohingegen sie in der Slowakei und Rumänien nach Firmenangaben noch immer unter dem Vorkrisenniveau liegen.

Die MOE-Länder profitierten im letzten Jahr von einem besseren Wirtschaftsumfeld. So beschleunigte sich das regionale BIP-Wachstum im Durchschnitt von 2,6 Prozent 2014 auf 3,3 Prozent 2015. Der private Konsum wurde dank einer Kombination aus anhaltendem Rückgang der Arbeitslosenzahlen, steigenden Löhnen, geringer Inflation, gesunkenen Rohstoffpreisen und einem historisch niedrigen Zinsniveau zum wesentlichen Treiber des Wirtschaftswachstums. Grund für die positive Entwicklung des Wachstums waren zudem von der EU mitfinanzierte Investitionen. (vwh/mvd)

Bildquelle Schuetz / pixelio.de

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