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Volkswohl Bund fordert Kontrolle bei Umdeckung

18.03.2014 – dietmar-blaesing-150Statt ausgezahlte Abschlussprovisionen in der Lebensversicherung zu begrenzen, fordert der Volkswohl Bund ein härteres Vorgehen gegen Umdeckungen und die Verlängerung der Stornohaftungszeiten. Innerhalb der Maklerversicherer stießen solche Maßnahmen auf breite Zustimmung, erwartet Vertriebsvorstand Dietmar Bläsing.

Umdeckungen müssten seiner Meinung nach verboten werden – insbesondere bei den staatlich geförderten Produkten. „Riester wäre dabei ein schöner Pilot“, erklärte Dietmar Bläsing am Montag bei der Bilanzpressekonferenz. Die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen könne als Evidenzzentrale für mehrfache Eindeckungen für Kunden fungieren. Alternativ könnte eine Übertragungsregelung für Riestervermögen wie in der betrieblichen Altersvorsorge für Evidenz sorgen. Beim Volkswohl Bund wandern jährlich rund 4.000 der etwa 322.000 Riester-Verträgen zu anderen Anbietern ab – und eine etwa gleichgroße Zahl von anderen hinzukommt.

Die Haftungszeiten für ausbezahlte Abschlussvergütungen sollten auf zehn Jahre verdoppelt werden. Von der Deckelung der Abschlussprovisionen hält Bläsing für Makler im Hinblick auf deren Kostenstruktur nichts. Dann stünden diese „deutlich im Feuer und es stellen sich Existenzfragen“.  Die Stimmung unter den Maklern sei ohnehin „nicht rosig“. Zurzeit beobachte man aber noch keine Marktaustritte. Der Volkswohl Bund unterhält 15.000 Maklerverbindungen; rund die Hälfte waren 2013 aktiv tätig.

Die Volkswohl Bund Versicherungen wuchsen 2013 um 2,7 Prozent auf 1,40 Mrd. Euro Beiträge. Davon entfielen 1,33 Mrd. Euro auf die Lebensversicherung, die getragen von den laufenden Beiträgen um 2,8 Prozent zulegten. Der Rohüberschuss stieg auf 231 (172) Mio. Euro. Die Sicherheitsmittel (inklusive Bewertungsreserven) machten 16,9 (20,9) Prozent der Versichertenguthaben aus. (lie)

Foto: Vor allen Dingen bei staatlichen Produkten fordert Volkswohl Vertriebsvorstand Dietmar Bläsing ein Verbot. (Quelle: lie)

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