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Vienna Insurance Group bekommt Probleme in Rumänien nicht in den Griff

13.11.2013 – Eine Meldung mit Sprengkraft: Die Vienna Insurance Group (VIG) ist bestrebt, unter Berücksichtigung des wirtschaftlichen Umfelds Volatilitäten in der Ergebnisentwicklung nachhaltig möglichst gering zu halten; aufgrund der fortgesetzt schwierigen Marktbedingungen in Rumänien und der adversen Situation der Donau Versicherung im Bereich KFZ-Versicherung in Italien geht der Vorstand der Vienna Insurance Group nach gegenwärtigem Stand und auf Grundlage der zur Erstellung des dritten Quartalsergebnisses 2013 eingemeldeten Daten jedoch davon aus, dass dieses angestrebte Ziel heuer nicht erreicht wird, heißt es dürren Worten in einer Ad hoc-Mitteilung des Unternehmens.

Schon im Frühjahr war Vorstandschef Peter Hagen beim Ausblick für das Gesamtjahr 2013 vage geblieben und hatte schon damals keine Ergebnisziele mehr genannt. “Für eine verlässliche, seriöse Prognose ist das Umfeld zu schwierig”, sagte der CEO im Mai. Und Ende August berichtete VWheute: Im ersten Halbjahr musste der Versicherer aufgrund der Unwetterschäden rund 230 Millionen Euro an Leistungen an seine Kunden zahlen. Damit waren die Schäden dreimal so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Im Eigenbehalt nach Rückversicherung blieben davon mehr als 70 Mio. Euro. Das operative Ergebnis des Konzerns stieg um 9,5 Prozent auf 330,7 Mio. Euro. Entsprechend der vorsichtigen Bewertungspolitik, heißt es im Unternehmen, mussten in Rumänien Firmenabschreibungen in Höhe von 75 Mio. Euro und Vorsorgen von 15 Mio. Euro vorgenommen werden.

Mit diesem Problem steht die VIG nicht allein da: Der Wachstumsmarkt Osteuropa ist wegen der wirtschaftlichen Schwäche generell mit mehreren Unsicherheitsfaktoren behaftet. Als besonders schwieriger Markt wird dabei immer wieder Rumänien angesehen. Auch die Uniqa ist hier vor allem in der Kfz-Versicherung aktiv und flutet den Markt mit Dumpingpreisen. Als Konsequenz musste die Assekuranz in den beiden vergangenen Geschäftsjahren sogar den Firmenwert der Tochter abschreiben. Dennoch weist sie noch immer einen Goodwill von 124,6 Millionen Euro aus. Die Uniqa kann nicht ausschließen, dass es zu weiteren Abschreibungen kommen wird. (vwh)

Link: Autogeschäft macht VIG Sorgen

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