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VGH stiftet Leibniz-Preise

26.07.2016 – preistraeger_vghHannover steht in diesem Jahr ganz im Zeichen seines größten Kopfes, des letzten Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz, der 1676 von dem welfischen Herzog Johann Friedrich nach Hannover berufen worden war und dort auch gestorben und bestattet ist. Gefeiert werden sein 370. Geburtstag und sein 300. Todestag.

Der diesjährige Leibniz-Kongress mit mehr als 440 Teilnehmern aus 32 Ländern ist der bislang größte in der 50-jährigen Geschichte der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesellschaft. Der internationale Kongress zeigt, dass die Ideen des großen Gelehrten noch heute für Diskussionen, aber auch als Grundlage für wissenschaftliche Arbeiten in aller Welt sorgen.

Auf den Vordenker der Aufklärung beruft sich auch die VGH Vereinigte Hannover Versicherung. Denn die Gründung der Landschaftlichen Brandkasse 1750, Muttergesellschaft der VGH, fußt auf dessen Gedanke einer Gefahrengemeinschaft und deren umlagefinanzierten Versicherung. Leibniz gilt damit als Pate bei dem Konstrukt der heutigen Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit und der öffentlich-rechtlichen Versicherungen. Aus Anlass der diesjährigen Jubiläen übernahm die VGH auch die Finanzierung der Preisgelder in Höhe von 6.000 Euro für hervorragende Leibniz-Dissertationen junger Forscher.

Bei der Übergabe der Preise im Rahmen einer Festveranstaltung in der Leibniz-Universität verwies der Vorstand von VGH und Leibniz-Gesellschaft, Ulrich Knemeyer, auf die Bedeutung von Leibniz für die Versicherungswirtschaft. Er habe die Grundlagen der Versicherungsmathematik, der rechtlichen Organisation von Versicherungen und der Selbstverantwortung für Risiken geschaffen. Dass Leibniz die Erträge der Versicherungen der Wissenschaft zur Verfügung gestellt sehen wollte, rief bei den rund 250 Festgästen – in der Mehrheit Wissenschaftler – wohl nur ein gequältes Lächeln hervor.

Wie stark die Ideen von Leibniz noch heute weltweit lebendig sind, zeigt die Internationalität der ausgezeichneten Dissertationen. Die erstmals vergebenen VGH-Preise gehen an zwei junge Wissenschaftlerinnen aus Argentinien und Kolumbien und einen Wissenschaftler aus Frankreich. Maria Griselda Gaiadas Dissertation trägt den Titel “Deo Volente: Der Status des göttlichen Willens in Leibniz’ Theodizee”, laut Preisgericht eine bemerkenswerte Analyse der Theodizee und ihres Kernanliegens Gerechtigkeit sowie Rechtfertigung Gottes.

Laura E. Herrera Castillo erhielt ihre Auszeichnung für die Dissertation “Kurven und Spiegel. Der funktionale Charakter der monadischen Aktivität bei G.W. Leibniz”, in der sie die mathematische und metaphysische Rolle des Konzepts der Funktionen in Leibniz’ Denken zusammenführt. “Genese und Entwicklung des Prinzips des zureichenden Grundes bei Leibniz” ist der Titel von Arnaud Lalannes “außerordentlich beeindruckender” Dissertation, ohne deren Nutzung laut Preisrichter künftig keine seriöse Untersuchung zu diesem Thema möglich sein wird. (cs)

Bild: Die Preisträger der Leibnitz-Preise (Quelle: VGH)

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