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VGH setzt 2014 auf gute Konjunktur

13.12.2013 – hermann_kasten_VGHDie VGH Versicherungsgruppe Hannover will im kommenden Jahr von der anziehenden Konjunktur mit der Lokomotive VW profitieren und an das erneut wachstumsstarke Jahr 2013 anknüpfen. Bei der dominierenden Muttergesellschaft Landschaftliche Brandkasse erwartet Vorstandschef Hermann Kasten ein Beitragswachstum von vier bis fünf Prozent nach hochgerechnet 5,1 Prozent auf 1,03 Milliarden Euro in diesem Jahr.

Nicht umhin kommt der größte Regionalversicherer in Niedersachsen jedoch mit Blick auf das zweite Rekordschadenjahr in Folge um weitere Prämienerhöhungen. In der Kfz-Versicherung, der umsatzstärksten Sachversicherungssparte, werden die Tarife weiter um acht (2013: neun) Prozent angehoben. Die Kfz-Versicherung steckt nach wie vor tief in den roten Zahlen, wozu in diesem Jahr auch das schwerste Hagelunwetter in der Geschichte der VGH beigetragen hat.

Tariferhöhungen gibt es auch in der ebenfalls von dem Hagelsturm „Andreas“ stark gebeutelten Wohngebäudeversicherung, die wie die Kfz-Sparte seit Jahren rote Zahlen abliefert. Die Anhebungen um vier bis fünf Prozent sind jedoch laut Kasten auch mit neuen, verbesserten Bedingungen verknüpft. Die Verlustsparte soll weiter ausgebaut werden, denn sie ist – wie betont – nach wie vor eine Schlüsselsparte für den Abschluss weiterer Versicherungen und daher auch in der Branche hart umkämpft.

In ihren Planungen für das kommende Jahr verlässt sich die VGH nicht auf die Politik. Sie hat daher erneut eine Ausschüttung von Bewertungsreserven in Höhe von 20 (25) Millionen Euro einkalkuliert. Außerdem wurde nach den Erfahrungen in diesem und im letzten Jahr der erwartete Schadenaufwand mit 760 Millionen Euro veranschlagt. Das Rekordschadenjahr 2012 mit einem Aufwand von 738 Millionen Euro war 2013 mit 845 Millionen Euro „locker“ getoppt worden, wie Kasten sagte

Bei der Provinzial Leben erhöhen sich die Beitragseinnahmen 2013, einem Jahr ohne „starkes Verkaufsargument“, dank des florierenden Einmalbeitragsgeschäft (220 nach 181 Millionen Euro) um 5,5 Prozent auf 728 Millionen Euro. Die starke Nachfrage nach Einmalbeiträgen – keine Kapitalisierungsprodukte, sondern echte Altersvorsorge – wurde jedoch wie Finanzchef Thomas Krüger betonte gedeckelt. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen betrug unverändert gute 4,5 Prozent. Die Überschussbeteiligung wird dennoch für 2014 auf 3,25 (3,50) Prozent gesenkt. Sie falle zwar schlechter als beim Marktführer Allianz aus, die Gesamtverzinsung von 4,6 (4,8) Prozent dagegen besser, kommentierte Krüger. (cs)

Foto: Hermann Kasten, Vorstandsvorsitzender der VGH Versicherungsgruppe (Quelle: VGH)

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