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VGH macht Schadenbelastung zu schaffen

26.04.2016 – herrmann-kasten-150Der VGH macht die weiterhin hohe Schadenbelastung zu schaffen. Demnach musste der öffentliche Versicherer im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 insgesamt 852 Mio. Euro (2014: 776 Mio. Euro) für Schäden aufbringen. Dies entspricht einem Plus von 9,8 Prozent. Die bilanzielle Schadenquote stieg im gleichen Zeitraum auf 70,9 Prozent (2014: 68,8 Prozent). Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) stieg auf 96,2 Prozent (2014: 94,4 Prozent).

Dabei lagen die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle in 2015 bei 26,9 Mio. Euro (2014: 26,2 Mio.). Dies entspricht einem Plus von 2,7 Prozent. “Nach den Rekordschadenjahren 2012 und 2013 hatten wir 2015 wiederum einen sehr hohen Aufwand zu bewältigen. Ursächlich waren zahlreiche Stürme mittlerer Intensität, viele teure Feuerschäden und eine erhöhte Grundschadenlast. Vertriebspartner und Mitarbeiter der VGH hatten alle Hände voll zu tun, um unser Versprechen einer leistungsstarken Schadenregulierung zuverlässig zu erfüllen”, erläutert Hermann Kasten, Vorstandsvorsitzender der VGH.

Gleichzeitig verbuchte die für die Schaden- und Unfallversicherung zuständige Landschaftliche Brandkasse Hannover in der Schaden- und Unfallversicherung im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Plus bei den Beitragseinnahmen von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach Unternehmensangaben verbuchte sie insgesamt 1,118 Mrd. Euro (2014: 1,082 Mrd.). Beim größten Spartensegment – der Kfz-Sparte – verbuchte der öffentliche Versicherer ein Wachstumsplus von 3,1 Prozent. Ebenfalls ein Plus verzeichnete die Brandkasse auch in der Haftpflicht (+2,1 Prozent), der Rechtschutz (+6,4 Prozent) und der allgemeinen Unfallsparte (+2,3 Prozent).

In den Kompositsparten verbuchte die Brandkasse ein Plus bei den Beitragseinnahmen in den Feuer- und Sachversicherungen von 4,2 Prozent, davon allein ein Plus von 5,8 Prozent in Wohngebäude. Insgesamt stieg das Beitragsvolumen der Brandkasse auf 1,173 Mrd. Euro (2014: 1,137 Mrd.). Dies entspricht einem Plus von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Beitragseinnahmen der Provinzial Leben inklusive Provinzial Pensionskasse erreichten in 2015 insgesamt 741 Mio. Euro. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent (2014: 754 Mio.). Das Geschäft gegen Einmalbetrag lag mit 226 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahresniveau (2014: 232 Mio.). Dies entspricht einen Minus von 2,6 Prozent. Die Einnahmen aus laufenden Beiträgen sanken um 1,4 Prozent auf 488 Mio. Euro (2014: 495 Mio.).

Für Versicherungsfälle, Ablaufleistungen und Rückkäufe mit Überschussanteilen zahlte die Provinzial Leben ihren Kunden 709 Mio. Euro aus (2014: 795 Mio.). Dies entspricht einem Minus von 10,8 Prozent. “Diese Leistungen waren ganz überwiegend Erlebensfallleistungen. Die große Mehrheit unserer Versicherten hält ihre Altersvorsorgeverträge bis zum Ende der Laufzeit. Damit sprechen wir vor allem von regulären Ablaufleistungen mit guten Renditen, die auch inflationsbereinigt attraktiv sind”, erläutert Jörg Sinner, Vorstand für Personenversicherungen und Kapitalanlagemanagement.

Die Provinzial Krankenversicherung verzeichnete 2015 einen Anstieg in den Beitragseinnahmen um 4,0 Prozent auf 65,3 Mio. Euro (2014: 62,8 Mio.). Besonders stark entwickelte sich dabei nach Unternehmensangaben das Geschäft mit Zusatzversicherungen (+5,0 Prozent). Im Geschäft mit der Vollversicherung stiegen die Beitragseinnahmen um 3,3 Prozent. Insgesamt waren 161.253 Menschen zum 31. Dezember 2015 bei der Provinzial Kranken versichert. Dies sind gut 4.700 Versicherte mehr als noch 2014 (+3,0 Prozent).

Besonders stark nachgefragt war nach Unternehmensangaben die Pflegezusatzversicherung. Auch im Bestand der Vollversicherten verzeichnet der Krankenversicherer der VGH mit 14.485 Personen ein leichtes Plus von 0,4 Prozent. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle liegen 2015 bei 26,9 Mio. Euro (2014: 26,2 Mio.).

Die gesamten Beitragseinnahmen der Landschaftlichen Brandkasse, der Provinzial Leben, der Provinzial Kranken und der Provinzial Pensionskasse stiegen gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent auf 1,979 Mrd. Euro (2014: 1,954 Mrd. Euro).

Für 2016 geht die Brandkasse in der Schaden- und Unfallversicherung von moderaten Beitragssteigerungen aus. Die Provinzial Kranken rechnet gleichzeitig mit einem Beitragswachstum auf Vorjahresniveau, wobei der Vorstand vor allem Vertriebspotenziale im Geschäft mit den Zusatzversicherungen sieht. Die Provinzial Leben geht 2016 von einem leichten Absinken der laufenden Beiträge aus. Allerdings bieten die Kernbereiche “private und betriebliche Altersversorgung” und “Absicherung biometrischer Risiken” noch deutliche Potenziale, die Marktabdeckung zu verbessern, so der Versicherer. (vwh/td)

Bild: Hermann Kasten, Vorstandsvorsitzender der VGH Versicherungen (Quelle: VGH)

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