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Versicherer Zurich fährt Gewinn ein

14.02.2014 – martin-senn-150Der Schweizer Versicherer Zurich hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von vier Mrd. US-Dollar eingefahren, ein Plus von vier Prozent im Vergleich zu 2012. Der Konzern blieb zum einen von größeren Schäden verschont, zum anderen spülte der Verkauf der Beteiligung an New China Life rund 700 Mio. Dollar in die Kasse.

Die im Laufe des vierten Quartals 2013 auf den Weg gebrachte Neuausrichtung des Versicherers schlug indes mit 318 Mio. Dollar zu Buche. Zurückzuführen sind die Kosten überwiegend auf die aktuelle Überprüfung des Privatkundengeschäfts in Russland, „vor dem Hintergrund der neuen strategischen Prioritäten der Gruppe“.

Zurich-CEO Martin Senn will weiterhin den Ausbau im Firmenkundengeschäft vorantreiben und im Privatkundengeschäft einen Schwerpunkt auf ausgewählte Märkte legen. Erste Schritte habe man bereits unternommen: „In unserem Schadenversicherungsgeschäft haben wir das regionale Management für den Nahen Osten und Afrika mit dem für Europa zusammengelegt, wodurch wir von Skaleneffekten im Hinblick auf den Geschäftsbetrieb profitieren können. Global Life hat kürzlich einen Plan zur Vereinfachung seiner Managementstruktur bekanntgegeben und sich aus einem leistungsschwachen Vertriebskanal in Hongkong zurückgezogen.“

Im Zurich-Lebengeschäft sanken die Beitragseinnahmen um zehn Prozent auf 27,1 Mrd. Dollar, der Betriebsgewinn schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent auf 1,3 Mrd. Dollar. Einfluss auf das Ergebnis hatten Rückgänge bei den Beiträgen mit Anlagecharakter in Großbritannien. Grund sind „aufsichtsrechtliche Veränderungen über die Zahlung von Vermittlungskommissionen, die sich auf den Verkauf gewisser Einmalprämienprodukte“ auswirkten.

Im Kompositgeschäft verbesserte sich die Schaden-Kosten-Quote um 2,9 Prozentpunkte auf 95,5 Prozent. Das Prämienvolumen wuchs um drei Prozent auf 36,4 Mrd. Dollar, besonders stark im Firmenkundengeschäft in den USA und in Europa – ein Schwerpunkt in der Strategie von Zurich. Der Betriebsgewinn stieg um 35 Prozent auf 2,8 Mrd. Dollar. Beeinflusst wurde das Ergebnis nach Unternehmensangaben durch Kosteneinsparungsprogramme, weniger Naturkatastrophen sowie eine größere Auflösung von Rückstellungen aus vorangegangenen Schadenjahren.

Bei der US-Tochter Farmers kletterte der Betriebsgewinn um acht Prozent auf 1,5 Mrd. Dollar. Dies war nach Unternehmensangaben auf ein verbessertes versicherungstechnisches Ergebnis bei Farmers Re zurückzuführen.  Farmers Re profitierte von Prämiensatzsteigerungen und dem Re-Underwriting bestehender Policen bei den Farmers Exchanges.

Der Geschäftsbericht wird am 7. März online veröffentlicht, der gedruckte Bericht folgt eine Woche später. (vwh)

Foto: Zurich-CEO Martin Senn (Quelle: Zurich)

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