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Versicherer in einem schwierigen Umfeld

13.11.2015 – Boerse_Andreas Hermsdorf_pixelioBei der Swiss Life ist das Geschäftsvolumen – abgesehen vom starken Franken – insgesamt gewachsen, in Deutschland hingegen ist das Geschäft stark rückläufig. Die Talanx verbessert sich operativ, muss aber eine größere Abschreibung auf das Lebensversicherungsgeschäft verdauen. Die W&W verbucht hingegen weitere Erfolge: Nach einem Stellenabbau konnte der Gewinn deutlich gesteigert werden.

Die W&W hat in den ersten neun Monaten 202 Mio. Euro verdient. Im Vorjahr kamen hier 195 Mio. zusammen. Vergangene Woche bereits hatte der Konzern seine Gewinnerwartung deutlich angehoben. Jetzt werden 280 Mio. Euro Überschuss erwartet statt der ursprünglich angepeilten 240 Mio. Euro.

Einen Wachstumsschub erwartet man sich auch durch Baufinanzierung: “Deutschland steht im Wohnimmobilienbereich vor einer neuen Gründerzeit”, sagte Wüstenrot-Vorstandschef Bernd Hertweck vor dem Hintergrund unzureichender Wohnraumversorgung in wirtschaftlich starken Ballungszentren und aktueller Migrationsbewegungen.

Bei der Talanx kommt man beim operativen Ergebnis voran. Allerdings bleibt durch Abschreibungen in Höhe von 155 Mio. Euro auf das Lebensversicherungsgeschäft in den ersten neun Monate im Vergleich zum Vorjahr unterm Strich weniger. Im operativen Geschäft steht hingegen ein deutliches Plus. “Ohne die Abschreibung hätte die Prognose mit 755 bis 805 Mio. Euro deutlich über dem zum Jahresstart ausgegebenen Ziel gelegen“, sagte Herbert K. Haas, Vorstandsvorsitzender der Talanx AG. Im dritten Quartal von Juli bis September verdiente das Unternehmen 177 Mio. Euro, 19 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Explosion im Hafen von Tianjin führte bei den Hannoveranern zu einem Schaden von 114 Mio. Euro.

Erste Ergebnisse von Maßnahmen machen sich in Deutschland bei der Swiss Life bereits bemerkbar. Und dennoch: In den Lokalwährungen konnten die Prämien gesteigert werden, aber umgerechnet in Franken stagnieren die Beitragseinnahmen bei 3,6 Mrd. Schweizer Franken. Sorgenkind bleibt der deutsche Markt. Das Geschäft ging (in Euro) um sechs Prozent zurück. In Franken sanken die Prämieneinnahmen um markante 17 Prozent auf 290 Mio. Schweizer Franken. (vwh/ku)

Bildquelle: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

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