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Unwetter belasten Zurich-Geschäft

12.08.2016 – zurichSchadenszahlungen für Naturkatastrophen und der Konzernumbau machen derzeit Europas fünftgrößtem Versicherer zu schaffen. So verbuchte die Zurich im ersten Halbjahr des laufenden Jahres einen Reingewinn von 739 Mio. US-Dollar. Dies entspricht einem Rückgang von zwölf Prozent (Vorjahr: 840 Mio.). Konzernchef Mario Greco sieht den Konzernumbau noch nicht am Ende. Zudem äußerte er sich auch zu den Übernahmegerüchten der Generali.

Demnach sieht der frühere Generali-Vorstandschef derzeit keinen Grund, warum Europas drittgrößter Versicherer mit dem zweitgrößten Branchenprimus, der Axa, fusionieren sollte. Um das durchzuziehen, “gibt es noch zu viele Unsicherheiten im Markt, vor allem in Bezug auf den Brexit”, sagte Greco in seiner aktuellen Position als Zurich-Chef auf der Bilanzpressekonferenz des Schweizer Versicherers (siehe KÖPFE).

Zur Entwicklung seines aktuellen Arbeitgebers zeigte sich Greco hingegen “zuversichtlich, dass wir durch die weitere Umsetzung unserer Verbesserungsmaßnahmen unseren Aktionären im Jahr 2016 und darüber hinaus eine gute Rendite bieten können”. Die neue Konzernstrategie will der Zurich-Chef im kommenden November vorstellen. “Strategie ist nicht nur, was der CEO denkt.” Strategie müsse im Unternehmen verankert sein und das erfordere Arbeit, Koordination und müsse alle Mitarbeiter einbinden. “Andernfalls sind es bloß Worte”, so Greco.

Dabei scheinen die Sanierungs- und Sparmaßnahmen des Konzernlenkers in der größten Sparte des Versicherers bereits jetzt Früchte zu tragen. Demnach stieg der Betriebsgewinn im Schadenversicherungsgeschäft (General Insurance) um drei Prozent auf 1,2 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 1,166 Mrd.), trotz Überschwemmungen in Europa, Hagelstürmen in den USA und Waldbränden in Kanada mit einer Schadenssumme von rund 200 Mio. US-Dollar. Die Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich dennoch leicht um einen Prozentpunkt auf 99 Prozent.

In der Lebensparte sank der Gewinn hingegen leicht um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 667 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 673 Mio.). Der Betriebsgewinn von Farmers sank zudem um sechs Prozent auf 678 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 719 Mio.), was der Versicherer vor allem auf wetterbedingte Schäden in Texas zurückführt. (vwh/td)

Bildquelle: Zurich

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