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Umbau der Zurich-Leben rechnet sich bereits

22.10.2015 – zurich_lieDie Zurich erntet bereits die Früchte ihres frühzeitigen weitgehenden Ausstiegs aus klassischen Garantieprodukten. “Der Kurswechsel hin zu einer investmentorientierten Produktpalette zahlt sich aus. Wir haben unseren Solvenz-II-Bedarf in den letzten drei Jahren erheblich reduziert und werden Solvency II sehr gut bewältigen, ohne Ausnahmeregelungen in Anspruch zu nehmen”, sagt Vorstandschef Marcus Nagel. Nur das Volatility Adjustment werde die Zurich “wie alle anderen auch” nutzen.

Gegenüber dem ersten Halbjahr 2014 hat sich eigenen Angaben zufolge die herkömmliche Solvabilitätsquote auf 138 (126) Prozent erhöht. Im ersten Halbjahr 2015 sei der Turnaround beim Umsatz gelungen, so Nagel. Mit 2,1 Mrd. Euro (1. Halbjahr 2014: 1,7 Mrd.) gebuchter Bruttoprämie kehre die Zurich Leben zu alten Umsatzniveaus zurück. Das Neugeschäft von 157 Mio. Euro (120 Mio.) APE stammt zu 65 Prozent aus investmentbasierten Produkte, zu 23 Prozent aus der klassische Lebensversicherung und zu zwölf Prozent aus der biometrische Absicherung.

Bei der Klassik handelt es sich um Konsortialprodukte, welche Nagel Ende 2016 einstellen will. Diese Einstellung könne auch die betriebliche Altersvorsorge betreffen, was aber noch nicht entschieden sei. Einen Verkauf des klassischen Geschäftes an Dritte schloss Nagel aus. Das Geschäft mit der Biometrie will er möglichst schnell auf mindestens 20 Prozent erhöhen. Dazu werden zu Jahresbeginn 2016 neue Berufs- sowie Erwerbsunfähigkeitstarife an den Markt gebracht. In die Digitalisierung wird die Zurich Leben in den nächsten drei Jahren rund 50 Millionen Euro investieren. (lie)

Bild: Marcus Nagel und Gerhard Frieg (v.l.n.r.) (Quelle: Monika Lier)

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