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Trotz “Xaver” und “Christian” im Plus

08.07.2014 – hamburger-feuerkasse-150-logoDie beiden Stürme „Christian“ und „Xaver“, die Ende Oktober 2013 insbesondere über den norddeutschen Raum hinwegfegten, haben auch das Jahresergebnis der Hamburger Feuerkasse kräftig durcheinander gewirbelt. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Schadenaufwand auf einem erfreulichen Niveau, konstatierte Vorstand Stephan Lintzen auf der jährlichen Bilanz-Pressekonferenz. Danach mussten die Mitarbeiter zusätzlich weitere 11.000 Schäden mit einem finanziellen Aufwand von rund 13 Mio. Euro regulieren – angesichts von etwa 25.000 Schäden pro Jahr bei normalem Schadenverlauf war das eine Steigerung um 40 Prozent.

Viele Schäden entstanden durch entwurzelte Bäume, deren Beseitigung noch in vielen Policen enthalten ist. „Wenn es keine Stürme gegeben hätte, hätten wir ein sehr gutes Jahr gehabt“, resümierte Lintzen. So betrug der Überschuss nach Steuern 0,4 Mio. Euro. Der Bruttoschadenaufwand stieg insgesamt aber nur um 0,8 Prozent auf 69,0 Mio. Euro, bedingt durch geringere Schäden in den anderen Sparten. Die Combined Ratio erhöhte sich von 95,7 auf 98,4 Prozent. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen sank von 4,5 auf 3,8 Prozent.

Positiv entwickelte sich nach Lintzens Angaben auch die Betreuung der Direktkunden. Die Hamburger Feuerkasse hat als ehemaliger Monopolversicherer in der Wohngebäudeversicherung noch eine relativ große Zahl von Kunden, die direkt – ohne Einschaltung eines Vermittlers – bei ihr versichert sind. Sie sollen in Zukunft systematischer betreut werden. Dazu wurden ehemalige Innendienst-Mitarbeiter, die Lust auf Außendienst haben, umgeschult. Sie sind nach wie vor fest angestellt, bekommen also keine Provisionsvergütung. Wenn ein Direktkunde sich bei der Feuerkasse meldet, nehmen sie Kontakt zu ihm auf und versuchen ein persönliches Gespräch zu vereinbaren. Ziel ist es, dass sie zehn Termine pro Woche wahrnehmen und eine Produktionssumme von 40.000 Euro pro Jahr mit Vertragserweiterungen oder neuen Verträgen wie Hausrat- oder Haftpflichtversicherung erzielen. Erste Ergebnisse zeigen nach Lintzens Angaben, dass die Mitarbeiter Spaß an dem persönlichen Kontakt haben und gute Erfolge bei der Bereitschaft der Kunden, ihnen Daten zur Verfügung zu stellen und sich beraten zu lassen, erzielen. (sgk)

Die ausführliche Darstellung der Geschäftsergebnisse lesen Sie in der nächsten Ausgabe der Versicherungswirtschaft.

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