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Transport: Euler Hermes sieht Zwei-Klassen-Gesellschaft

09.06.2015 – Oelplattform_Katharina Wieland Mueller_pixelioDer niedrige Ölpreis verschafft den Spediteuren nur kurzzeitig Luft. Euler Hermes sieht 2016 bereits wieder leicht ansteigende Insolvenzzahlen auf 1.740 Fälle (2015: 1.690 Fälle). Der Kreditversicherer geht davon aus, dass der Ölpreis im kommenden Jahr um knapp 20 Prozent anziehen wird.

Die Transportbranche verzeichnet im Vergleich zu ihrem Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) von fünf Prozent überproportional viele Insolvenzen. 7,2 Prozent aller Insolvenzen in Deutschland entfallen laut der Prognose von Euler Hermes im laufenden Jahr auf die Branche, 2016 gehen die Ökonomen von 7,5 Prozent aus.

“Letztlich sehen wir in der Speditionsbranche eine Zweiklassengesellschaft: zum einen viele kleine Spediteure, die zum Teil kaum eine Marge von ein Prozent erreichen und deshalb häufig ums Überleben kämpfen, und zum anderen Logistikanbieter, die komfortable Margen von bis zu 6 Prozent erreichen”, sagt Dirk Hagemann, Fachbereichsleiter Risikoüberwachung bei Euler Hermes.

“Ihr Erfolgsrezept sind eine höhere Wertschöpfung über die einfache Transportdienstleistung hinaus und größere Netzwerke. Zudem ist Flexibilität hier ein wichtiger Faktor, um Kapazitäten jederzeit dem volatilen Markt anzupassen, beispielsweise über Leasingverträge. Die reine Dienstleistung können viele anbieten, die Markteintrittsbarrieren sind niedrig. Mit komplexeren Services und einem Mehrwert können die deutschen Spediteure aber sowohl der osteuropäischen Konkurrenz die Stirn bieten als auch ihre Margen und ihren Marktanteil halten.” (vwh/ku)

Bildquelle: Katharina Wieland-Mueller / pixelio.de

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