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Thomas Buberl folgt de Castries an die Axa-Spitze

22.03.2016 – buberl_thomas_rt_2976_vw_dpa_frank_mayHenri de Castries (61) geht im September in den Ruhestand. An die Spitze des Axa-Konzerns rückt Thomas Buberl (42). Der hatte jüngst bekanntgegeben, von seinem Posten als Deutschlandchef zurückzutreten. Jetzt soll er in Paris als stellvertretender Vorstandschef eingearbeitet werden und mit seinem Vorgänger die neue Konzernstrategie ausarbeiten, die im Juni vorgestellt wird.

Im Dialog mit der Versicherungswirtschaft hatte er angemahnt, das Phänomen der Digitalisierung so anzugehen, “dass die soziale Harmonie nicht gefährdet ist.” VWheute hat Ansatzpunkte gesammelt, die Thomas Buberl in den kommenden Fünfjahresplan der Axa einbringen könnte. (siehe DOSSIER)

Thomas Buberl ist von Haus aus Banker und Betriebswirt, absolvierte eine beeindruckende Hochschul-Ausbildung, unter anderem mit einem MBA im britischen Lancaster, stieg mit 27 Jahren als Berater bei der Boston Consulting Group ein, mit 32 wurde er COO der Axa Schweiz, mit 35 wurde ihm die Leitung des Schweiz-Geschäfts der Zurich anvertraut.

Ursprünglich hatte er 2013 die Axa Schweiz überholen wollen, doch da war Thomas Buberl schon zum Deutschland-Chef der Axa avanciert. „Die Lok darf nicht vorauseilen ohne die Waggons angekoppelt zu haben“, sagte Buberl in der Versicherungswirtschaft . Er tauschte die Führung der Axa Deutschland fast komplett aus und zeigte sich stets auf dem Sprung.

Vor einem Jahr übernahm er zusätzlich die Verantwortung für das globale Krankenversicherungsgeschäft in der Pariser Holding der Axa, im Dezember wurde er zusätzlich ernannt zum CEO für Global Life & Savings.

Chef des Verwaltungsrates im Axa-Konzern soll Denis Duverne (62) werden, der bislang stellvertretender Vorstandschef war. Henri de Castries war auch Chef des Verwaltungsrates.

“Wir dürfen keine Angst vor diesen Anbietern haben”, sagte Thomas Buberl bei VWheute zur strategischen Bedeutung des Wettbewerbs mit Google, Amazon und Co. “Diese Unternehmen werden nicht in die Kernbereiche unsere Geschäftsmodelle eindringen, wir können uns aber ihre Vertriebskraft zunutze machen.” Im Round Table des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft hatte er überdachte “Hierarchiegefüge und Raum für Ideen” als Erfolgsfaktoren für Versicherer im War of Talents angemahnt. Damit der digitale Umbruch nicht krank macht, sollte mit dem Phänomen derart umgegangen werden, “dass die soziale Harmonie nicht gefährdet ist.” (vwh/ku/ba)

Bild: Thomas Buberl wird Vorstandsvorsitzender des Axa-Konzerns. (Quelle: vvw/ dpa/ Frank May)

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