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Teure Aufräumarbeiten bei der Prisma Life

11.05.2015 – holger_beitz_lieNach hohen Wertberichtigungen und Bewertungskorrekturen weist die Prisma Life AG für 2014 knapp 46 Mio. Euro Jahresfehlbetrag aus. “Die Kundengelder waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet, und unsere Kunden werden von diesen notwendigen Korrekturen keine Auswirkungen spüren”, sagt Vorstandschef Holger Beitz. Er bildet zusammen mit Arzu Tschütscher-Alanyurt und Rüdiger Will seit Oktober den neuen Vorstand. Man habe den Wirtschaftsprüfer gewechselt und die enge Abstimmung mit der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein gesucht. Die juristische Aufarbeitung sei eingeleitet.

Die Wertberichtigungen betrafen Forderungen gegenüber Kunden im Zusammenhang mit den vom BGH gekippten Kostenausgleichsvereinbarungen mit 16,8 Mio. Euro sowie uneinbringliche Forderungen gegenüber Vermittlern mit 7,2 Mio. Euro. Darüber hinaus mussten die Bewertungsansätze bei den Kapitalanlagen um 3 Mio. Euro korrigiert werden, zusätzliche Rückstellungen für bisher nicht oder nicht ausreichend erfasste Risiken gebildet und Darlehen gegenüber Vertriebspartner abgeschrieben werden. Insgesamt belaufen sich diese Sondereffekte auf 44 Mio. Euro.

In “signifikantem Umfang” waren laut Geschäftsbericht zudem nicht werthaltige Versicherungsverträge rückabzuwickeln bzw. auszubuchen, so dass sich das korrigierte Beitragsaufkommen für 2014 nur auf 108 Mio. Euro belief nach unkorrigierten 174 Mio. Euro im Vorjahr. Die Aufräumarbeiten schlugen sich im Ergebnis und damit im Eigenkapital nieder. Mit einer Zeichnungsgarantie für eine Kapitalerhöhung von 7,55 Mio. Euro des Eigentümers Onesty Group (gehört Sören Patzig) entspricht das Eigenkapital mit 13,2 Mio. Euro einer Solvabilitätsquote von 214,8 Prozent. (lie)

Bild: Holger Beitz (Quelle: lie)

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