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Talanx sieht sich weiter auf Kurs

15.08.2016 – herbert_k_kaas_talanxDie Talanx hat im ersten Halbjahr 2016 einen Gewinn von 401 Mio. Euro (Vorjahr: 311 Mio.) erzielt. Gleichzeitig stieg die Belastung durch Großschäden nach Unternehmensangaben auf 495 Mio. Euro (Vorjahr: 363 Mio. Euro). Konzernchef Herbert K. Haas zeigte sich dennoch optimistisch, das angestrebte von Gewinnziel von 750 Mio. in 2016 erreichen zu können.

“Unter dem Strich sind wir mit dem Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2016 weitgehend zufrieden und optimistisch, unsere Jahresziele zu erreichen”, kommentierte die Geschäftsergebnisse in den ersten sechs Monaten des Jahren. Dennoch haben auch “Naturkatastrophen, Großschäden und anhaltende Währungskurseffekte (…) zu Buche geschlagen”, ergänzt Haas.

“Unsere Aufgaben in der Industrieversicherung sowie in der deutschen Privat- und Firmenversicherung arbeiten wir weiter diszipliniert ab. Wir sind auf Kurs und freuen uns über eine insgesamt solide Performance im Auslandsgeschäft, die unsere Internationalisierungsstrategie untermauert”, ergänzt der Talanx-Chef.

So blieb die Schadenbelastung noch innerhalb des Großschadenbudgets von 506 Mio. Euro, teilte die Talanx mit. Teuerster Einzelschaden waren laut Talanx die Brände im kanadischen Bundesstaat Alberta mit 132 Mio. Euro, gefolgt vom schweren Erdbeben in Ecuador mit 57 Mio. Euro. Die Unwetter in Deutschland im zweiten Quartal des Jahres schlugen nach Unternehmensangaben mit 55 Mio. Euro. Die konzernweite kombinierte Schaden-/Kostenquote blieb in den ersten sechs Monaten mit 96,8 Prozent (96,4 Prozent) weitgehend stabil.

Die gebuchten Bruttoprämien gingen hingegen im ersten Halbjahr um 2,4 Prozent auf 16,4 Mrd. Euro zurück (Vorjahr: 16,8 Mrd. Euro). In der Schaden und Unfallsparte blieben die Beitragseinnahmen laut Talanx mit 980 Mio. Euro (Vorjahr: 989 Mio. Euro) nahezu stabil. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote im Segment notierte bei 104,7 Prozent (Vorjahr: 101,1 Prozent).

In der Schaden-Rückversicherung gingen die gebuchten Bruttoprämien im ersten Halbjahr 2016 um 6,9 Prozent auf 4,6 rd. Euro (Vorjahr: 5,0 Mrd. Euro) zurück. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote lag trotz erhöhter Großschadenbelastung mit 95,6 Prozent auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2015. In der Personen-Rückversicherung stiegen die Prämieneinnahmen im ersten Halbjahr 2016 um 1,2 Prozent auf 3,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 3,6 Mrd.).

In der Lebensparte gingen die Prämien nach Unternehmensangaben strategiekonform auf 2,4 Mrd. Euro zurück (Vorjahr: 2,7 Mrd.), was de Talanx auf den planmäßigen Rückgang der Einmalbeiträge zurückführt. So verringerte sich auch das das Neugeschäft bei Lebensversicherungsprodukten auf 202 Mio. Euro (Vorjahr: 236 Mio. Euro). Gleichzeitig erhöhte stieg der Verkauf von biometrischen Versicherungsprodukten nach auf 44 Mio. Euro (Vorjahr: 40 Mio. Euro).

In der Industriesparte stiegen die Prämieneinnahmen laut Talanx im ersten Halbjahr 2016 um 3,1 Prozent auf 2,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,6 Mrd. Euro). Dabei zeichneten nach Talanx-Angaben vor allem die Niederlassungen in Frankreich und Großbritannien sowie die neue Gesellschaft in Brasilien verantwortlich. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote der Industriesparte im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 dank einer geringeren Großschadenbelastung auf 97,8 Prozent (98,7 Prozent) zurück.

Neben der höheren Schadensbelastung durch Naturkatastrophen sieht Talanx-Vorstandschef Haas vor allem in der ständig komplexer werdenden internationalen “Verflechtung von Warenströmen und Lieferketten ein ganz zentrales Thema” für den Industrieversicherer HDI. “Und diese Verflechtung und diese Komplexität nehmen durch die Digitalisierung vieler Wirtschaftsprozesse – Stichwort Industrie 4.0 – noch stark zu. Dadurch entstehen vielfältige gegenseitige Abhängigkeiten von Unternehmen”, der Talanx-Vorstandschef gegenüber der Euro am Sonntag.

Gleichzeitig stellen “auch Kumul-Ereignisse an Infrastruktur-Knotenpunkten eine zunehmende Herausforderung dar”, ergänzt Haas. Um solchen Ereignissen künftig besser begegnen zu können, setze die HDI auf “ein selbst entwickeltes
Geo-Informationssystem. Das nennen wir Argos. Damit lassen sich Kumul-Risiken auch und gerade an Infrastruktur-Hot-Spots identifizieren”, erläutert Haas.

Auch andere wichtige Digitalisierungsvorhaben seien bereits umgesetzt, so die Talanx weiter. So wurde im April im Direktvertrieb die digitale Kfz-Strecke gestartet. Bis zum 30. Juni 2016 verzeichnete der Versicherer hier bereits 12.000 Vertragsabschlüsse. Demnach sieht sich di Talanx für das laufende Geschäftsjahr im operativen Geschäft sowie bei seinen laufenden strategischen Initiativen insbesondere in der Industrieversicherung sowie in der deutschen Privat- und Firmenversicherung auf Kurs. Erklärtes Ziel für den Versicherer ist neben dem weiterhin angestrebten Gewinnziel von 750 Mio. Euro auch einen Anteil von 35 bis 45 Prozent vom Konzernergebnis als Dividendenzahlung auszuschütten. (vwh/td)

Bild: Herbert K. Haas, Vorstandsvorsitzender der Talanx (Quelle: Talanx)

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