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Talanx konstant: Beim Gewinn im Plan

15.08.2014 – talanx-schild-150Die Erwartungen von Talanx-Chef Herbert K. Haas für das Jahr 2014 haben sich bislang erfüllt. Im ersten Halbjahr 2014 blieben die Beitragseinnahmen des drittgrößten deutschen Versicherers mit 14,98 Mrd. Euro praktisch unverändert. Wechselkursbereinigt lag das Wachstum mit 2,1 Prozent allerdings im Zielkorridor von zwei bis drei Prozent.

Getragen wurde es durch das Auslandsgeschäft, das kräftig zulegte und die Rückgänge in Deutschland, wo die Sanierung des Privat- und Industriekundengeschäfts noch nicht abgeschlossen ist, mehr als ausglich. „Wir sind vor allem dort gewachsen, wo wir wachsen wollten“, sagte Finanzchef Immo Querner bei der Investorenkonferenz.

„Durchaus zufrieden“ zeigten sich Konzernchef Haas und Querner mit dem Ergebnis. Das operative Ergebnis (Ebit) verringerte sich um drei Prozent auf 1,01 Mrd. Euro, der Gewinn sank um sieben Prozent auf 381 Mio. Euro. Im Vorjahr hatte das Unternehmen vom Verkauf von Swiss-Life-Anteilen in Höhe von rund 100 Mio. Euro profitiert. Bereinigt um diesen Effekt verbesserte sich der Gewinn um 21 Prozent. Das Halbjahresergebnis untermauert laut Haas das Gewinnziel für 2014 von mindestens 700 (Vorjahr: 762) Mio. Euro.

Finanzinvestoren zeigten sich mit Blick auf den Aktienkurs über die Zahlen leicht enttäuscht. Sie hatten beim Ergebnis etwas mehr erwartet und stuften die Aktien überwiegend auf „Halten“ ein, aber auch auf „Verkaufen“ ein. Die Aktie, die im M-Dax notiert ist, lag am Mittag mit 25,88 Euro im Minus (-0,51 Prozent), während der M-Dax-Index um 0,53 Prozent zulegte.

Die Schaden-Kosten-Quote des Konzerns fiel laut Querner nicht ganz so zufriedenstellend aus. Sie erhöhte sich im ersten Halbjahr auf 96,4 (96,1) Prozent. Dazu trugen mehr durch Menschen verursachte Feuerschäden in der Industrieversicherung und das Sturmtief „Ela“ im Juni bei. „Ela“ allein schlug insgesamt mit 73 Mio. Euro in der Schadenbilanz zu Buche. Das für dieses Jahr kräftig auf 855 Mio. Euro aufgestockte Großschadenbudget wurde bei weitem nicht ausgeschöpft, da die Branche von Naturkatastrophen weitgehend verschont blieb. Die Netto-Großschadenlast blieb mit 250 Mio. Euro weit hinter der schadenreichen Vorjahresperiode (419 Mio. Euro) zurück. (cs)

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