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Swiss Re stellt Sonderdividenden in Aussicht

04.07.2014 – swiss-reDer Schweizer Rückversicherer Swiss Re macht seinen Aktionären Hoffnung auf weitere Sonderausschüttungen. Sollte es dem Konzern bis Ende 2015 nicht gelingen, wie vorgesehenen drei Mrd. US-Dollar gewinnbringend zu investieren, “werden wir nach intelligenten Wegen suchen, das Kapital an unsere Aktionären zurückzugeben”, erklärte Finanzchef David Cole am Donnerstag bei einer Investorenveranstaltung in London, berichtet der Nachrichtendienst Reuters.

Die Swiss-Re-Aktionäre durften sich in diesem und im vergangenen Jahr bereits über hohe Zahlungen freuen, weil der weltweit zweitgrößte Rückversicherer mehr Kapital hat als er für sein Geschäft braucht. Im April wurden – inklusive 4,15 Schweizer Franken Sonderdividende – acht Franken je Aktie ausgeschüttet. Mit zehn Prozent weist Swiss Re eine der höchsten Dividendenrenditen in der Branche auf. Beim Branchenprimus Münchener Rück und der Nummer drei Hannover Rück sind es nur 4,5 Prozent.

Swiss Re sei auf Kurs zu seinen Finanzzielen, bekräftigte Cole. Zu den neuen Vorgaben, die der Konzern Anfang nächsten Jahres veröffentlichen will, hielt er sich bedeckt. “Die neuen Ziele werden sicherlich eine Evolution sein und keine Revolution”, sagte er. Aktuell peilt der Konzern aus Zürich einen Gewinnanstieg je Aktie von zehn Prozent pro Jahr an. Die Eigenkapitalverzinsung soll 700 Basispunkte über dem risikofreien Zinssatz liegen. Diese Vorgaben gelten noch bis 2015. Cole hatte im Mai den langjährigen Finanzchef George Quinn abgelöst, der von der Zurich Insurance Groupe abgeworben wurde. Zuvor war er Risikovorstand von Swiss Re gewesen.

Wo der Konzern Wachstumschancen sieht und sein Geld bevorzugt investieren will, unterstrich er mit einem neuen Zukauf: Für umgerechnet rund 120 Mio. Dollar übernehmen die Schweizer den chinesischen Versicherer Sun Alliance Insurance von der britischen RSA Insurance Group. Ein Viertel seiner Prämieneinnahmen will das Unternehmen künftig in Wachstumsmärkten erzielen. Im Vorjahr kamen rund 20 Prozent der knapp 29 Mrd. Dollar Prämieneinnahmen aus Ländern in Asien, Lateinamerika und dem Nahen Osten.

Swiss Re rechnet in den Wachstumsmärkten bis 2020 im Schnitt mit acht Prozent Prämien-Plus pro Jahr. In den reifen Märkten sollen die Prämieneinnahmen dagegen lediglich um drei Prozent wachsen. Ein Preisdruck, wie er den etablierten Rückversicherern aktuell vor allem in der Schadenversicherung in den USA zu schaffen macht, droht in Asien nicht, so Reuters weiter (siehe KÖPFE). (vwh)

Link: Swiss Re Investorentag 2014: Fokus weiterhin auf erfolgreicher Umsetzung der Strategie, Erreichen der Finanzziele und Kapitalmanagement (PDF)

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