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Swiss Re setzt auf Speziallösungen

24.02.2016 – michel_lies_swissreAngesichts des Ratenverfalls fokussiert sich die Swiss Re auf Spezialgeschäft. Bei der Erneuerung ist es den Schweizern auf diese Weise gelungen, die Beitragseinnahmen leicht zu steigern. Im vergangenen Jahr ging der Umsatz des Rückversicherers zurück, doch dafür stieg der Gewinn. “Wir sehen attraktive Geschäftsmöglichkeiten vor allem in Tailor Made Solutions und Hochwachstumsmärkten”, sagt Konzernchef Michel Liès.

4,6 Mrd. US-Dollar Gewinn erwirtschaftete die Swiss Re im vergangenen Jahr, 31 Prozent mehr als im bereits guten Geschäftsjahr 2014. Das entspricht einer Eigenkapitalrendite von 13,7 Prozent. Die Gewinnsteigerung kam vor allem aus der Lebensrückversicherung, die 2014 noch einen Verlust von 462 Mio. Dollar erlitten hatte. Nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen im defizitären US-Geschäft erzielt das Segment jetzt einen Gewinn von 939 Mio. Dollar. Mit 10,9 Mrd. Dollar Beitragseinnahmen (minus drei Prozent) ist die Lebensrückversicherung das zweite große Standbein der Swiss Re.

Im Hauptgeschäftsfeld Schadenrückversicherung (15,1 Mrd. Dollar Beitragseinnahmen, minus drei Prozent) ging der Gewinn um 16 Prozent auf knapp drei Mrd. Dollar zurück. Trotz der guten Schadenlage (2015 war ein extrem schadenarmes Jahr) stieg die Schaden-Kosten-Quote von 83,1 auf 87,4 Prozent. Hier macht sich der kontinuierliche Ratenverfall bemerkbar, und das wird wohl noch so bleiben. “Es war eine herausfordende Erneuerung”, sagt Michel Liès, der zum 1. Juli 2016 das Unternehmen verlässt (siehe KÖPFE).

Die Strategie der Swiss Re: Weg von Standardlösungen hin zu Spezialgeschäft. Bereits bei der Erneuerung für 2016 sei das Geschäft mit Tailor Made Solutions um 16 Prozent gewachsen, berichten sie, das Standardgeschäft fuhren die Schweizer um vier Prozent zurück. Das risikoadäquate Preisniveau sei deshalb um nur drei Prozentpunkte auf 102 Prozent gefallen. Der Preisverfall verlangsamt sich, doch die Marktbedingungen bleiben weiter herausfordernd, ist Liès überzeugt.

Wegen der im US-Markt verbreiteten Reservelöcher geraten die Abwicklungsgewinne jetzt auch bei der Swiss Re unter Druck. “Wir gehen davon aus, dass die Besserabwicklungen zurückgehen”, sagt Finanzchef David Cole. “Das wird sich aber auch auf das Pricing auswirken.” Tatsächlich blieb das Haftpflichtgeschäft der Swiss Re bei der Erneuerung relativ stabil. (ba)

Bild: Michel Liès, Vorstandsvorsitzender der Swiss Re (Quelle: Swiss Re)

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