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Swiss Life: Prämienrückgang in Deutschland

17.08.2015 – Swiss_LifeDie Aussagen in den Finanzberichten der Swiss Life-Gruppe ähneln sich seit geraumer Zeit: Der Züricher Konzern insgesamt macht nicht zuletzt dank diverser Restrukturierungsprogramme wieder ordentliche Gewinne. Im ersten Halbjahr 2015 stieg der Reingewinn trotz erheblicher negativer Währungseffekte um ein Prozent auf 493 Mio. Schweizer Franken (CHF). Die Umsätze legen ebenfalls zu. 

Im ersten Halbjahr 2015 stiegen vor allem die Kommissions- und Gebührenerträge im Segment Asset Management in lokaler Währung um 15 Prozent auf 617 Mio. CHF. Auch die Prämieneinnahmen wuchsen konzernweit um 7 Prozent auf 10,1 Mrd. Euro.

Das Wachstum findet vor allem auf dem Schweizer Heimatmarkt statt, aber auch im internationalen Geschäft sowie in Frankreich. Dort, auf dem zweitwichtigsten Markt der Swiss Life, wurde in der Berichtsperiode ein Beitragsplus von 3 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro erzielt. In Deutschland gingen die Prämien dagegen erneut zurück – das Minus von diesmal 6 Prozent auf 604 Mio. Euro wird mit der Fokussierung auf Profitabilität und entsprechende Tarifanpassungen begründet.

Gleichwohl hat Swiss Life Deutschland bei den Kommissions- und Gebührenerträgen um 7 Prozent auf 159 Mio. Euro zugelegt und mit 50 Mio. Euro ein gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent höheres Segmentergebnis beigesteuert. Die Marktstellung des Schweizer Lebensversicherers, der seit 1866 mit einer Niederlassung in Deutschland präsent ist und sich dort vor allem mit seinen Kernkompetenzen in Berufsunfähigkeit und betrieblicher Altersversorgung einen Ruf als Spezialanbieter erarbeitet hat, dürfte weiter gelitten haben. Die Gründe dafür scheinen teils eher hausgemacht, teils aber auch der Marktentwicklung geschuldet.

Einerseits hat sich der Wettbewerb sowohl in der betrieblichen Altersversorgung wie bei der Absicherung biometrischer Risiken hierzulande im Laufe der Zeit massiv verschärft. Andererseits bescherte nicht zuletzt die Übernahme des vor allem im Privatkundengeschäft tätigen Finanzvertriebs AWD, heute Swiss Life Select, dem einst weitgehend reinen Maklerversicherer offensichtlich größere Probleme als erwartet. Dies sowohl in organisatorischer wie auch in unternehmenskultureller Hinsicht. (rem)   

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