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SV wendet Übergangsmaßnahmen für Solvency II an

26.04.2016 – Die Sparkassenversicherung wird bei der Umsetzung von Solvency II die Übergangsmaßnahmen einsetzen. Grund dafür ist die große Schwankungsanfälligkeit der Solvenz-Quoten durch das neue Modell. “Unsere Solvabilität ist sehr komfortabel, auch nach Solvency II”, sagte der neue Finanzvorstand der SV, Roland Oppermann, gestern in Stuttgart.

207 Mio. Euro musste die SV Leben im vergangenen Jahr der Zinszusatzreserve zuführen. Insgesamt summieren sich die Rückstellungen für die hohen Garantien des Altgeschäfts auf jetzt 651,1 Mio. Euro. Zum Vergleich: Das wirtschaftliche Eigenkapital der SV Leben summierte sich Ende 2015 auf unverändert 207,2 Mio. Euro oder 1,16 Prozent der Deckungsrückstellung des Lebensversicherers.

Um das Sicherungskapital für das Altgeschäft aufzubringen, realisierten die Stuttgarter in großem Stile stille Reserven. Die stillen Reserven sanken um 700 Mio. Euro auf 2,8 Mrd. Euro. Nach Solvency I liegt die Solvabilitätsquote der SV Leben bei 168 Prozent. Konzernweit liegt die Solvabilität bei 208 Prozent.

“Wir sind gut unterwegs, aber es gibt noch Themen, die wir weiterverfolgen müssen”, sagte SV-Chef Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl. Die Stuttgarter haben in der Schadenversicherung ein enormes Naturgefahrenexposure, das sie weitgehend über Rückversicherung absichern. Im Katastrophenjahr 2013 zahlte die SV 804 Mio. Euro für Elementarschäden, 2015 lag mit 112 Mio. Euro im Durchschnitt.

Die Stuttgarter lassen sich deshalb den Rückversicherungsschutz etwas kosten. 402 Mio. Euro an Prämie gaben sie im vergangenen Jahr an Rückversicherer ab. Jetzt haben sie ein eigenes Modell zur Abschätzung des Naturkatastrophenrisikos entwickelt. Mitte 2017 soll der erste Financial Condition Report nach Solvency II veröffentlicht werden. (ba)

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