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SV: Unwetter kostet 40 Mio. pro Minute

17.04.2014 – gebaeude-sv-versicherung-150“Das Jahr hatte zwei Gesichter für die SV”, sagt Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl, Vorstandsvorsitzender der SV SparkassenVersicherung (SV): “Trotz der extrem hohen Schadenbelastungen und des schwierigen Kapitalmarktes liefen die Geschäfte bei der SV gut.” Konzernweit stiegen die gebuchten Bruttobeiträge nach International Financial Reporting Standards (IFRS) im selbst abgeschlossenen Geschäft um 10,5 Prozent auf 3,16 Mrd. Euro (Vorjahr 2,86).

Laut SWR hat das große Unwetter am 28. Juli vergangenen Jahres rund 40 Mio. Euro Schaden pro Minute gekostet. Vorstandsmitglied Klaus Zehner erklärte darüber hinaus, dass der Hagel damit den größten Schaden in der 250-jährigen Geschichte der Versicherung verursachte. Die Aufarbeitung der Folgen an Häusern und Autos habe das gesamte Team extrem gefordert. Mittlerweile sei aber der Großteil der Schäden aufgearbeitet. Nach dem Hagel seien die Preise für die Gebäudeversicherung für ein Einfamilienhaus im Schnitt um zwei bis drei Euro pro Monat gestiegen.

Das Kapitalanlagemanagement erzielte ein gutes Ergebnis, wie das Unternehmen mitteilt. Die Unwetter hätten sich aber spürbar auf das Konzernergebnis ausgewirkt. Nach Steuern weist der Konzern ein um 59,1 Mio. Euro geringeres Jahresergebnis in Höhe von 34,9 Mio. Euro (2012: 94,0) aus.

Die gesamten Bruttoschadenaufwendungen des Geschäftsjahres stiegen in den  Schaden-Unfallversicherungen um 81,1 Prozent auf 1,67 Mrd. Euro (924,7), die Bruttoschadenquote stieg auf 128,5 Prozent (74,7). 2013 war für die SV nach zwei moderaten Elementarschadenjahren ein sehr extremes Schadenjahr. Insgesamt stieg der Schadenaufwand für die 128.000 Elementarschäden auf über 768 Mio. Euro. Im Jahr davor lag die Summe noch bei 67 Mio. Euro.

Der Kapitalanlagebestand stieg leicht auf knapp 22 Mrd. Euro (21,9). Das Kapitalanlagemanagement erzielte mit 1,04 Mrd. Euro (1,05) ein gutes Kapitalanlageergebnis. Insgesamt erzielte der Konzern eine gute Kapitalanlageverzinsung von 4,8 Prozent (4,9).

In der Lebensversicherung stiegen die gebuchten Bruttobeiträge um 14,5 Prozent auf 1,88 Mrd. Euro (1,64). Diese Entwicklung resultiere im Wesentlichen aus dem gestiegenen Neugeschäft gegen Einmalbeitrag (plus 40,2 Prozent), das Neugeschäft nach laufendem Jahresbeitrag sank hingegen um 27,3 Prozent. “Dieser Trend ist nicht neu. Bei uns fließt der größte Teil der Einmalbeiträge in länger laufende Altersvorsorgeverträge,” sagt Lebenvorstand Sven Lixenfeld. (vwh)

Foto: Die Unwetter des vergangenen Jahres haben ihren Niederschlag auf die SV-Bilanz gefunden. (Quelle: Sparkassen-Versicherung)

Link: Extremwetter prägt Geschäftsjahr 2013 bei der SV (Tagesreport, 04.02.2014)

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