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Stürme an der Küste wurden überschätzt

29.09.2014 – sturm-orkan-kuesteSwiss Re hat ihr Sturmmodell für Europa überarbeitet. Bei kleinräumigen Portfolios wird das zu Veränderungen führen.

Das neue Sturmmodell der Swiss Re spornt Zedenten dazu an, ihre Bestände genauer zu analysieren. „Damit kann den spezifischen Eigenheiten individueller Portfolios besser Rechnung getragen werden“, sagt Peter Zimmerli gegenüber VWheute. Zimmerli leitet die Abteilung Atmospheric Perils der Swiss Re. „Wir stellen aufgrund der regulatorischen Anforderungen im Bereich Naturgefahren-Einschätzung ein gestiegenes Kundeninteresse an einem solchen Austausch fest.“

Das neue Modell basiert auf Daten, die bis ins Jahr 1871 zurückreichen. Sie stammen aus so genannten Twentieth Century Reanalysis Daten (2OCR), „einer eigentlichen Wetter-Zeitmaschine“, wie die Versicherungswirtschaft in ihrer neuen Ausgabe schreibt. Kein anderer Rückversicherer analysiert die Sturmgefahr bislang mit einer solchen Datenfülle. Winterstürme sind die größte Naturgefahr für europäische Versicherer. Im vergangenen Jahr verursachte Xaver europaweit versicherte Schäden in Höhe von 760 Mio. Euro, Christian schlug mit 1,1 Mrd. Euro zu Buche.

„Regionale Schadenempfindlichkeiten wurden, basierend auf einer Vielzahl von Schadendaten, neu bestimmt, mit dem Resultat, dass unser Modell in küstennahen Gebieten tendenziell niedrigere Schäden, in küstenfernen Gebiete tendenziell höhere Schäden erzeugt“, berichtet Zimmerli. In der landwirtschaftlichen Sachversicherung hatten die Swiss-Re-Meteorologen damit gerechnet, dass die Schadenempfindlichkeiten bislang zu hoch angesetzt wurden. Dies hat sich aber nicht bestätigt. „Stürme erzeugen weiterhin überproportionale Schäden an landwirtschaftlichen Strukturen“, sagt Zimmerli. (ba)

Bild: Stürme an der Küste wurden überschätzt. (Quelle: vwh)

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