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Stromkapazitäten gezielt fördern

25.02.2015 – markus_loefflerMit dem Kernenergieausstieg und weiteren Kraftwerksstilllegungen werden die Kapazitäten ab dem Jahr 2020 knapp. „Kraftwerksbauten haben eine Vorlaufzeit von mindestens fünf Jahren. Wenn wir die Versorgungssicherheit in Deutschland auf dem heutigen Niveau erhalten wollen, muss die Bundesregierung jetzt die Weichen stellen“, sagt Karsten Löffler, Geschäftsführer von Allianz Climate Solutions.

Denn durch aktuelle Überkapazitäten würden Anreize fehlen, in neue Kraftwerke zu investieren. Mit dem Arrhenius Institut empfiehlt die Allianz Climate Solutions die Einführung von Kapazitätsmechanismen, die künftig Kraftwerke unterstützen sollen, die zum Backup dienen. Es geht laut Pressemitteilung um die konsequente Umsetzung der Energiewende.

“Unsere Analysen zeigen, dass weder die erneuerbaren Energien, noch die konventionellen Backup-Kraftwerke mit den heutigen Mechanismen des Strommarktes zu refinanzieren sind“, erklärt Helmuth-M. Groscurth, Geschäftsführer des arrhenius Instituts für Energie- und Klimapolitik. „Gleichzeitig stellen wir fest, dass die Finanzierung der notwendigen Backup-Kraftwerke nur 10 Prozent der gesamten Stromerzeugungskosten in Deutschland ausmachen würde, sie also gut finanzierbar wären.“

Christoph Bals, Klimaexperte und Politischer Geschäftsführer von Germanwatch, ergänzt: “Bisher werden hauptsächlich zwei Extreme diskutiert: Die einen wetten alleine auf den Strommarkt. Die anderen wollen alle Bestandskraftwerke – auch alte Kohlekraftwerke – finanziell unterstützen. Versorgungssicherheit und Klimaschutz erreichen wir aber nur, wenn ausschließlich die flexiblen und klimaverträglichen Kraftwerke finanziert werden, die zukünftig tatsächlich gebraucht werden.” (vwh/ku)

Bild: Karsten Löffler, Geschäftsführer von Allianz Climate Solutions (Quelle: Allianz Climate Solutions)

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