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Start-ups blasen mit Googles Hilfe zum Angriff

29.02.2016 – 400 Mio. Dollar hat das Start-up Oscar jüngst eingesammelt – auch von Google. Das Unternehmen, das sich die Revolution des US-Gesundheitssystems vorgenommen hatte, ist laut Forbes mittlerweile 2,7 Mrd. wert. Mitbewerber Lemonade will die Versicherungsindustrie “Uber-isieren” und hat sich dafür einen CBO, den wohl ersten Chief Behavioral Officer weit und breit. Die Fintech strotzen vor Selbstbewusstsein.

Der Peer-to-Peer-Versicherer will sich – so viel wird jetzt via Insurance Networking News zum Geschäftsmodell – mit diesem Coup so in der Marktansprache von traditionellen Versicherern größtmöglichst unterscheiden. Verhaltensforscher und Universitätsprofessor Dan Ariely soll entsprechende Modelle entwickeln helfen.

“Die spezielle Philosophie von Lemonade soll den negativen Trend umkehren, unter dem die Branche leidet”, erklärt Ariely zum Antritt. “Wir werden nicht nur die Erlöswege, sondern auch die Versicherungspraxis transformieren.” Die konkreten Benefits: Geringere Kosten für den Kunden, weniger Betrugsfälle und kaum Bürokratie. An Bord bei Lemonade sind unter anderem hochrangige Spezialisten von AIG und Ace.

Aus dem Versicherungsgeschäft
zieht sich Google keineswegs komplett zurück. Denn bei der aktuellen Finanzierungsrunde von Oscar hat Google Capital kräftig mitgemischt. Laut t3n sind so weitere 400 Mio. Dollar zusammengekommen. Oscar will zur primären Anlaufstelle für Versicherte im Gesundheitssystem werden, vor allem bei Fragen zu Krankheiten oder Behandlungsmethoden. Via Telemedizin soll hier der Großteil der Serviceangebote bestritten und so das Gesundheitssystem umgekrempelt werden. Obamacare steht nicht erst im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen massiv in der Kritik. (vwh/ku)

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