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Schwäbisch Hall: Bausparen ist angesagt

27.01.2016 – bausparen_thorben_wengert_pixelio.deDie Bausparkasse Schwäbisch Hall hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 viele junge Kunden für das Bausparen gewonnen, der Kundenbestand erreichte ein neues Rekordniveau. Wegen der niedrigen Zinsen ging der Gewinn von Deutschlands größter Bausparkasse trotzdem zurück. Auch für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit einem Gewinnrückgang.

Der Vorsteuergewinn der Bausparkasse sank um zehn Prozent auf 341 Mio. Euro, der Zinsüberschuss ging von 943 Mio. Euro im Jahr 2014 auf 918 Mio. Euro zurück. Für 2016 rechnet Vorstandschef Reinhard Klein mit einem weiteren Rückgang des Gewinns. Er erwartet in diesem Jahr ein Gesamtvertriebsergebnis von mehr als 48 Mrd. Euro, davon ein Bauspar-Neugeschäft von mehr als 30 Mrd. Euro. In den vergangenen fünf Jahren waren es stets mehr gewesen.

Erfolgreich lief das Neugeschäft. “Wir haben 2015 unterm Strich 116.000 Kunden neu hinzugewonnen. Das entspricht der Einwohnerzahl einer Stadt wie Heilbronn oder Ulm und zeigt die anhaltende Attraktivität des Bausparens”, erläutert Klein weiter. Der Kundenbestand der Bausparkasse wuchs in den vergangenen fünf Jahren um etwa 750.000 Bausparer auf einen neuen Rekordstand von 7,5 Millionen.

So schlossen laut Schwäbisch Hall im vergangenen Jahr etwa 240.000 Kunden unter 25 Jahren einen Bausparvertrag an. Auch im Geschäft mit Wohn-Riester-Verträgen verbuchte der Baufinanzierer nach eigenen Angaben ein Plus von 105.000 Neuverträgen.

In der Baufinanzierung verzeichnete die Schwäbisch Hall im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Plus von 6,8 Prozent auf 14,4 Mrd. Euro oder umgerechnet rund 350.000 Finanzierungsverträgen. “Wir profitieren von den positiven Marktbedingungen, der engen Zusammenarbeit mit den genossenschaftlichen Banken und unserer Beratungskompetenz”, erläuterte Klein.

Wegen der niedrigen Zinsen hatte die Schwäbisch Hall hochverzinste Altverträge gekündigt, deren Darlehen auch nach zehn Jahren nicht abgerufen worden waren. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist derzeit die Rede von etwa 50.000 Verträgen. Dies entspreche aber weniger als einem Prozent der Verträge, so Klein. “Der eigentliche Zweck des Bausparens wird nicht erfüllt”, begründete der Vorstandschef von Schwäbisch Hall diesen Schritt.

So müssen derzeit etwa 1,5 Prozent der insgesamt 8,5 Millionen Bausparverträge mit einem Zinssatz von mehr als drei Prozent bedient werden. Die Schwäbisch Hall will bis Ende 2016 etwa 50 bis 80 Mio. Euro einsparen, Stellen werden aber nur in marginalem Ausmaß gestrichen. (vwh/td)

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

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