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Sparkassen DirektVersicherung bietet 2014 ein neues Telematik gestütztes Kfz-Tarifmodell an

11.11.2013 – Audi S3 LimousineIn dieser Woche will die Sparkassen DirektVersicherung ein neues Telematik gestütztes Kfz-Tarifmodell für Haftpflicht und Kaskoversicherung vorstellen. Das berichtet die Wirtschaftswoche in ihrer heutigen Ausgabe.

Mit dem S-Drive genannten Service bietet das Unternehmen im Januar 2014 einen Tarif an, der unter anderem fünf Prozent Zusatzrabatt für besonders umweltfreundliche und rücksichtsvolle Fahrer gewährt. Der Versicherungsnehmer muss dafür eine Telematik-Box in sein Auto installieren. Das Telematikmodul zeichnet Fahrten und Fahrweise auf und übermittelt die Daten an den S-Drive-Technologiepartner, den Mobilkonzern Telefónica. Die Box ermöglicht zudem Fahrzeuge nach Diebstählen zu orten. Bei Unfällen alarmiert sie automatisch mit Ortsangabe eine Rettungszentrale, falls der Fahrer verletzt oder ohnmächtig ist. Ab einer Mindestversicherungssumme sind Box, Einbau Datenübertragungskosten sowie Notrufservice kostenlos. Wird nur eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen, zahlt der Kunde 5,96 Euro pro Monat.

Telematikbasierte Kfz-Versicherungen bieten in Europa bislang nur Generali Seguros in Spanien, Insure in Großbritannien und Uniqua in Österreich an. Die verdeckt eingebaute Telematikbox sendet die Fahrdaten ins Rechenzentrum von Telefónica Insurance Telematics. Dort werden die Informationen ausgewertet. Über ein gesichertes Onlineportal hat der Kunde Einblick, wo er besonders ökonomisch gefahren ist. Im Falle eines Fahrzeugdiebstahls kann er nachverfolgen, wo sich der Wagen gerade befindet.

Sparkassen DirektVersicherungs-Vorstand Jürgen Cramer will sein Angebot nicht mit dem Begriff „Pay as you drive”, belegen. Denn im Vergleich zu ausländischen Produkten habe sein Unternehmen viel Geld in die Datenverschlüsselung investiert. Der Telefónica werden nur abstrakte Scoring-Punkte übermittelt, die das Fahrverhalten benoten. Die Angst vor dem „gläsernen Fahrer” sei unbegründet, betont Cramer. Das Mobilfunkunternehmen weiß tatsächlich nicht, wer konkret hinter den Fahrprofilen steckt. Basierend auf den Indexwerten – etwa für Beschleunigungs- und Bremsverhalten oder den Anteil von Nacht- und Stadtfahrten berechnet die Versicherung einen sogenannten „Fahrer-Score”. Wer seinen Indexwert verbessert kann für das Folgejahr den Extrarabatt zusätzlich zur normalen Schadenfreiheitsklasse erfahren”, sagt Cramer. Für forscheres Fahren würde der S-Drive-Standardtarif beibehalten. Das ist anders als in Großbritannien, wo Tempoverstöße bereits den Verlust des Versicherungsschutzes bedeuten können.

Foto: Rücksichtsvolles Autofahren wird mit Telematik-Tarifen belohnt (Quelle: Audi)

Link: Fünf Prozent Extrarabatt für Top-Autofahrer, Gute Fahrer sollen weniger Prämie zahlen

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