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Spagat für adäquaten Versicherungsschutz

30.08.2016 – 2015-08-05 14_21_55-Dr_Hinsch_Christian_0612_13x18 - Windows-FotoanzeigeChristian Hinsch, Vorstandsvorsitzender der weltweit tätigen HDI Global SE und Vize des Talanx Konzerns mit Sitz in Hannover, bekennt sich dazu, risikofreudiger zu sein als andere Mitkonkurrenten. “Wir haben unsere Rolle als Industrieversicherer mit Haut und Haaren angenommen.” Sein aktuelles Beispiel: Vor kurzem wurde die komplette Produktionsstätte eines Geflügelproduzenten durch einen Großbrand vernichtet. Der HDI ist dort führender Versicherer.

“Natürlich standen wir vor der Abwägung, uns aus dem Risiko zurückzuziehen, oder aber den Mut zu zeigen, weiterzumachen. Nach genauer Analyse der Ursachen der Vorschäden haben wir uns für Letzteres entschieden. Einfacher wäre es gewesen, nein zu sagen.” Hinsch ist stolz darauf, praktisch jeden Dax-Konzern zu versichern und erklärt auch damit die große Aufgeschlossenheit des HDI gegenüber der Mitversicherung neuer Technologien: “Wenn sich VW, Siemens, Continental oder andere Großkonzerne dazu entschließen, in eine neue Technologie zu investieren, erwarten sie von ihrem führenden Versicherer, dass er auch die neuen Risiken mitversichert.”

Es sei manchmal schon ein Spagat, adäquaten Versicherungsschutz für schwierige Risiken anzubieten. Das setze Fairness auf beiden Seiten voraus. Bei aller gewünschten Kontinuität sei es für einen Industrieversicherer unabdingbar, in besonderem Maße offen für Neues wie neue Technologien, Veränderungen in der Arbeitsteilung oder die Internationalisierung der Kunden zu sein. Jedes Unternehmen, unabhängig von seiner Größe, brauche intelligente aktuelle Lösungen für seine transferierbaren Risiken. Die Aufgabe als Industrieversicherer sei es, den Wandel der Wirtschaft aktiv zu begleiten.

Den Versuch von Privatversicherern, neu ins Industriegeschäft einsteigen zu wollen, sieht Hinsch entspannt. “Ein Industrieversicherer muss mehrere Dinge erfüllen können. Er muss Risiken exakt analysieren und strukturieren können, möglichst weltweit, und die Qualität der Schadenregulierung mit ausgewiesenen Profis nachweisen.” Diese Palette an Service könne nur ein Versicherer leisten, der über ein ausreichend großes Reservoir an qualitativ hervorragenden Mitarbeitern verfüge. “Die aber können Sie nicht mal eben einstellen und dann nach wenigen Jahren wieder entlassen, wenn es nicht so gut läuft.” Um im Industrieversicherungsmarkt Geld zu verdienen, könnte man nicht mal so einfach rein und wieder raus. Das erfordere schon ein langfristiges Investment. (wo)

Dies und mehr lesen Sie in Kürze in der neuen Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft.

Bild: Christian Hinsch, Vorstandsvorsitzender der HDI Global SE (Quelle: HDI)

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