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Solvenzquoten kein Maßstab für Stärke

17.10.2016 – Rating_Dieter Schuetz_pixelioDie Ratingagentur Fitch warnt davor, die Finanzstärke von Versicherungsunternehmen anhand ihrer Eigenkapitalquote zu vergleichen. Die Solvenzquoten sollten mit Vorsicht behandelt werden, sagt David Prowse, Versicherungsanalyst bei Fitch in der FAZ.

Mit dem Modell von Solvency II könnte die Position der Unternehmen zwar besser als früher bestimmt werden, weil die Behörden seit Anfang des Jahres jedes Risiko berücksichtigen, das ein Versicherer eingegangen ist. Acht von 23 Versicherern, die Fitch regelmäßig analysiert, nutzten aber Übergangsmaßnahmen.

Weitere acht Unternehmen ließen sich regelkonform für ihr Geschäft in Amerika Kapital nach den dortigen Regeln anrechnen. Dieses Problem werde in nächster Zeit nicht verschwinden, prognostiziert David Prowse. Die Ratingagentur verwende aus diesen Gründen ein eigenes Rechenmodell. Daher würde ein Vergleich der Fitch-Zahlen mit denen der Aufsichtsbehörden erstaunliche Abweichungen zeigen.

Beispielsweise schaffe es ein Versicherer, dessen offizielle Solvenzquote um ein Vierfaches über den offiziellen Erfordernissen liege, bei Fitch nur auf die viertbeste Ratingstufe. Das Unternehmen habe sehr viel Geld in italienische Staatsanleihen investiert, die nach dem Standardmodell der Aufseher jedoch als risikofrei eingestuft werden. (vwh/wo)

Bild: Ratingagentur. (Quelle: Dieter-Schuetz / pixelio.de)

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