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Selbstfahrende Autos: Den Roboter vor Gericht wird es nicht geben

16.04.2015 – Autonomes_Fahren_Continental“Die technischen Möglichkeiten eines selbstfahrenden Autos dürfen nicht dazu führen, dass Schäden, die beim Auftreten von Fehlern oder beim Betrieb moderner Maschinen entstehen, haftungsrechtlich nicht mehr zugordnet werden können”, sagt Christine Heeg von KPMG. Das Recht allerdings, so lautet ihre These, begrenzt aber in einem gewissen Maße die wirtschaftliche Nutzung solcher Zukunftstechnologien.

“Code is law”, lautet der Ansatz von US-Verfassungsrechtler Lawrence Lessig. Nicht eins zu eins übertragen lasse sich dieser Ansatz, dass hinter jedem “Code” Menschen stehen, die sich beim Programmieren für bestimmte Parameter entscheiden. “Dieser Grundgedanke bestimmt jedoch zugleich das Spannungsfeld, in dem modernste – autonom agierende – Technologie und das Recht stehen”, sagt Christine Heeg, Head of Industrial Engineering & Infrastructure Projects und Head of Commercial Law von KPMG.

In Staaten, in denen Gesetze zum autonomen Fahrzeug erlassen wurden, bleibt aktuell stets der Mensch in der Haftung. Der Mensch trägt die Verantwortung. Den “Roboter vor Gericht” mit Eric Hilgendorf wird es nicht geben, so Heeg.

Ihre Beobachtung: Klagen im Hinblick auf Konstruktion, Produktion und Instruktion sowie Produktbeobachtung nehmen in den vergangenen Jahren zu. Und: Die Prüfungszeiträume für Technologie steigen.

“Je mehr sich menschliche und technische Aufgaben vermischen, umso wichtiger wird bei dieser komplexen Beurteilung rechtlicher Verantwortung ein intensiver Austausch mit den beteiligten Herstellern, Betreibern, Nutzern und Ingenieuren und technischen Experten”, sagt sie in ihrem Beitrag für Einfach.KPMG. (vwh/ku)

Bildquelle: Continental

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