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SDK: Umstrukturierung im Vertrieb

23.09.2015 – timo-holland-150Überaus ehrgeizige Pläne verfolgt das Vorstandsduo der SDK. Jetzt kündigt Vertriebsvorstand Timo Holland an, dass er die Außendienstorganisation stark ausbauen will. Dazu hat er zehn Regionaldirektionen geschaffen als Anlaufstelle für Kunden und Außendienstmitarbeiter.

“Wir müssen uns dem schärfer werdenden Wettbewerb am Markt stellen”, sagt Timo Holland, der vor knapp zwei Jahren von der Hanse Merkur zu dem Süddeutschen Versicherer gekommen war. “Dazu brauchen wir neben einer modernen, zukunftsorientierten Vertriebsstruktur eine schlagkräftige Außendienst-Mannschaft.”

Seit Holland zusammen mit Ralf Kantak die SDK von einem Krankenversicherer zu einem Gesundheitskümmerer umwandeln, rumort es bei den Fellbachern. Teile der 900 Mitarbeiter zählenden Belegschaft fühlen sich nicht mitgenommen. “Eine Neuorientierung bedeutet auch, sich von der einen oder anderen liebgewonnen Gewohnheit zu verabschieden”, verkündete Kantak selbstbewusst in Value. 200 Mitarbeiter zählt die Außendienstorganisation der SDK derzeit. Bis 2020 sollen es doppelt so viel sein.

In der Realität hat der Krankenversicherer auf Gegenseitigkeit alle Hände voll zu tun, die bestehenden Außendienstverbindungen zu halten. Kundenberatung soll “umfassend und fair” sein, teilt man in Fellbach mit. Noch stärker als bisher. In diesem Jahr wurde die neue Beratungssoftware VERplay eingeführt. Mit einer höheren Betreuungsdichte sollen die Außendienstler mehr Zeit für die Kunden haben, lautet das Ziel.

Die SDK kooperiert eng mit Volksbanken in Bayern und Baden-Württemberg, die eigentlich Partner der R+V sind. Ein Zusammenschluss der SDK mit der R+V scheiterte aber stets an der Standortfrage. Die neue Vertriebsstruktur soll nun die Zusammenarbeit mit den Volksbanken stärken. “Wir bieten den VR-Banken Expertise und Know how in der Absicherung der Gesundheit ihrer Kunden und profitieren von Vertrauen und Glaubwürdigkeit der Volks-und Raiffeisenbanken”, sagt Holland. Eine Mrd. Euro Beitragseinnahmen soll die SDK nach den Plänen von Kantak und Holland im Jahr 2020 schreiben. Derzeit sind es 760 Mio. Euro. (ba)

Bild: SDK-Vertriebsvorstand Timo Holland (Quelle: SDK)

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Report: “Lebensqualität sichern”. Ralf Kantak will die SDK zu einem “Gesundheitskümmerer” machen, in Value 3/15 (Einzelbeitrag, 3,81 Euro)

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