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SDK: Keine individualisierten Tarife

29.10.2015 – timo_holland_wo“Wir wollen uns in den kommenden Jahren als wichtiger Akteur im dynamischen Wachstumsmarkt Gesundheit positionieren”, erklärte Vertriebsvorstand Timo Holland in Dortmund. Die strategische Neuausrichtung der SDK-Gruppe als Gesundheitsspezialist komme in Riesenschritten voran. Die positive Geschäftsentwicklung des Vorjahres setze sich 2015 fort. Das Unternehmen rechnet für dieses Jahr mit wachsenden Erträgen.

Die Beiträge werden voraussichtlich um 0,6 Prozent auf 765 Mio. Euro steigen, die Kapitalanlagen-Erträge erhöhen sich um rund ein Prozent auf 203 Mio. Euro, die Kosten sinken um weitere 4,1 Prozent auf 104 Mio. Euro. Die Leistungen gehen auf 474 Mio. Euro (plus 2,8 Prozent) hoch. Damit werde die SDK ein Geschäftsergebnis von 116 Mio. Euro ausweisen. Das wäre das zweitbeste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte. Die Finanzkennzahlen der SDK-Kranken liegen nach Angaben des Vorstandsmitgliedes deutlich besser als der Branchendurchschnitt.

Mit einer Vorsorgequote von 48,5 (Branche: 43,2), einer Eigenkapitalquote von 22,9 (Branche: 16,5) und einer Solvabilitätsquote von 353,0 (Branche: 280,0) biete sein Unternehmen beste Voraussetzungen für eine hohe Beitragsstabilität. Holland will die Zahl der Vermittler in der Ausschließlichkeitsorganisation und die Zusammenarbeit mit Maklern bis 2020 bundesweit stark ausbauen, um damit die Vertriebskraft deutlich zu stärken.

Neben Versicherungslösungen setze die SDK verstärkt auf Gesundheitsdienstleistungen. “Wir wollen die Marke SDK als den Gesundheitsspezialisten am Markt platzieren”. Wesentlich sei dabei die Unterstützung der persönlichen Gesundheitskompetenz der Kunden unter dem Motto “Gesund und selbstbestimmt”. Dazu gehörten Unterstützungsangebote, das Thema Zweitmeinung, Qualitätspartnerschaften/Rabatte, Case Management und Beratungen bei chronischen Erkrankungen. Die SDK habe sich zum Ziel gesetzt, jederzeit exzellenten Kundenservice zu bieten, berichtet Holland.

Indes spricht sich das Unternehmen gegen die Individualisierung seiner Tarife aus, wenn zum Beispiel über Fitness-Apps regelmäßiger Sport und Leistungen sowie Ernährungsgewohnheiten elektronisch überwacht werden. Wenn aufgrund von gesammelten Daten individuelle Tarife entstehen, wird das Solidarprinzip der Versichertengemeinschaft, das einen zentralen Kern der Privaten Krankenversicherung darstellt, aufgelöst. Der “gläserne Kunde” sei nicht das Ziel. (wo)

Bild: Timo Holland, Vertriebsvorstand der SDK (Quelle: Wolfgang Otte)

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