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SDK ermahnt zum verantwortungsvollen Umgang mit “Self-Trackern”

05.09.2014 – Young man checking wristwatch while jogging on promenade --- Image by © CorbisAuf der heute startenden Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin werden auch neue Produkte zur digitalen Selbstvermessung präsentiert – sogenannte “Self-Tracker”. In Armbändern oder direkt im Smartphone verbaute Sensoren messen nicht nur gegangene Schritte oder geradelte Kilometer, sondern auch gesundheitsrelevante Daten wie Pulsfrequenz, Blutzucker, Kalorienverbrauch, Körperfett oder Schlafverhalten und geben diese zum Beispiel an Smartphone-Apps weiter. Die Süddeutsche Krankenversicherung (SDK) mahnt alle Nutzer zur Vorsicht.

Damit die neuen Apps möglichst individuelle Tipps geben können, benötigen sie den Zugang zu persönlichen Daten und Aktivitäten. Diese bekommen sie in der Regel über eine Wifi-Verbindung zwischen Tracker und App – der erste Angriffspunkt für unerwünschte Datensammler. Ein Teil der Programme sendet diese persönlichen Informationen anschließend zur Auswertung und Speicherung an einen Server, der sich oftmals im Ausland befindet und damit nicht nur anderen Datenschutzrichtlinien unterliegt, sondern im Problemfall auch nur schwer greifbar ist. Wer besonderen Wert auf den Datenschutz legt und gezielt Ratschläge zum eigenen Gesundheitsverhalten oder Training sucht, sollte sich für einen Self-Tracker und entsprechende Smartphone-Apps entscheiden, die ihre Anwender entscheiden lassen, wer persönliche Informationen einsehen kann. Zudem ist es ratsam, Dienste mit Servern in Deutschland und mit verschlüsselten Wifi-Verbindungen zu bevorzugen.

Das Problem mit den neuen Fitness-Apps: Sportempfehlungen und Ernährungstipps müssen nicht auf Fachwissen beruhen. „Viele Apps sind kostenfrei und für jedermann verfügbar. Die Überprüfung der Quellen und Inhalte obliegt dabei aber den oftmals ungeübten Nutzern“, so Ralf Kantak, Vorstandsvorsitzender der SDK. Vorsicht ist vor allem dann geboten, wenn Sportwillige auf einem zu hohen Niveau beginnen oder Übungen gar falsch ausführen. „Anfänger sollten daher darauf achten, wer der Absender der App ist und sich nicht überfordern, sonst drohen statt Fitnesszuwachs zum Beispiel schnell Probleme mit Gelenken oder Muskeln“, so Ralf Kantak. Die Qualität und Sicherheit eines persönlichen Trainings mit ausgebildeten Sporttrainern bietet keiner der elektronischen Helfer – ergänzend können sie aber sehr hilfreich und motivierend sein.

Bild: “Self-Tracker” im Einsatz. (Quelle: SDK)

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