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Schwere Zeiten für Haudegen

03.03.2014 – cover-vw-150“Spieler-Trainer” wird die neue Generation der Bundesliga-Übungsleiter gern genannt. Wenn Jürgen Klopp in Dortmund oder auch Newcomer Markus Weinzierl in Augsburg die Kommandos geben, tun sie dies mit der Überzeugungskraft des Aktiven. Diese Mentalität ist auch in den Vorstandsetagen der Versicherer zu beobachten: Eine neue Generation von Managern, die nicht “top-down” befiehlt, sondern Führung versteht als ein Prozess, der einbindet, überzeugt und anleitet. Unter dem Titel “Schwere Zeiten für Haudegen” beleuchtet Christoph Baltzer in der heute erscheinenden Versicherungswirtschaft die neuen Konzepte des Top-Managements.

Vor allem ein Thema treibt die neue Führungsriege der Versicherer um: Wie mache ich mein Unternehmen effizienter? Unermüdlich feilen sie an den Prozessen und kämpfen Jahr für Jahr um jede Nachkommastelle in der Kostenquote, schreibt Baltzer. Wie z.B. Norbert Rollinger, Vorstandsvorsitzende der R+V Allgemeinen. Rollinger setzt auf einen transaktionalen Führungsstil: „Ich sehe meine vordringliche Aufgabe darin, Rahmenbedingungen zu setzen, um meine direkten Mitarbeiter zum Erfolg zu führen“, sagt er. Torsten Oletzky, Chef der Ergo Gruppe nutzt seinen Spielraum zum Um- und Aufbau eines einheitlichen Konzerns mit einheitlichen Strukturen.

Dem Prinzip der transformationalen Führung hatte sich der 2007 ausgeschiedene Allianz-Vertriebschef  Hansjörg Cramer verschrieben. Wem es gelingt, transformational zu führen, der verändert das Verhalten und das Bewusstsein von Mitarbeitern und Kollegen in Richtung eines neuen, höheren Niveaus. „Transformationale Führungskräfte verhalten sich in einer Weise, die Respekt, Bewunderung und Vertrauen bei ihren Mitarbeitern bewirkt“, schreibt Waldemar Pelz. „Sie sind verlässlich in ihren Worten und Taten und erfüllen hohe ethische und moralische Standards.“ Kennzeichnend für solche Führungskräfte ist, dass sie das Gesamtinteresse ihrer Organisation über ihre persönlichen, selbstbezogenen Ziele und Vorteile stellen. „Diese Art der Einflussnahme ist wesentlich wirksamer als jeglicher Druck von oben“, schreibt Pelz. Er ist Professor an der THM Gießen und leitet das Institut für Management-Innovation in Bad Soden.

Weiter gehen da noch Manager, die als Quereinsteiger die Branche aufmischen. Hier lautet die Devise: “Keine Denkverbote!” Und das betrifft manchmal sogar den eigenen Wirkungsbereich: Arbeitsplatzgarantien gibt es auch für die Spitzenkräfte der Assekuranz nicht mehr. In früheren Zeiten war das noch anders gewesen.

Es ist bemerkenswert, dass ein kollegialer Stil auch in den Chefetagen der Konzerne Einzug hält. Die Zeiten sind passé, in denen der Boss mit übergroßem Ego und vernehmbarer Stimme verkündet, wo es lang geht. Napoleon-Komplex und menschliche Hybris? Das passt selbst in der so autoritär geprägten Bundesrepublik Deutschland nicht mehr zum Zeitgeist, bilanziert Baltzer. Der vollständige Artikel unter beigefügtem Link. (vwh)

Links: DOSSIER, KÖPFE, Versicherungswirtschaft Einzelheftbestellung

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