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Schwarzer Freitag für Paraskavedekatriaphobiker

13.11.2015 – freitag_pixelioDer heutige Freitag ist für Paraskavedekatriaphobiker besonders unheilvoll. Denn Unglücke an einem Freitag dem 13. prägen sich bei abergläubischen Menschen besonders tief ins Gedächtnis ein. Ob Ausrutscher auf dem Bürgersteig, die verloren gegangene Bankkarte oder der im Auto liegen gebliebene Autoschlüssel – Freitag, der 13. ist immer schuld.

1907 hatte der US-amerikanische Börsenspekulant Thomas W. Lawson ein Buch veröffentlicht, um dem geneigten Leser einen Einblick in sein Handwerk zu verschaffen. Dabei handelt das vermeintlich literarische Werk von einem Börsenhändler, der mit Kursmanipulationen die Kurse in die Knie zwingt und so die Wall Street in Aufruhr versetzt. Am Ende ist der Multimillionär aus Virginia sein Vermögen los – sein Selbstmord setzt dem Roman “Freitag, der Dreizehnte” schließlich den makabren Schlusspunkt.

Bittere Ironie des Schicksals: An einem Freitag den 13. havarierte der erste und einzige Siebenmaster in der Seefahrtgeschichte sturmbedingt vor der englischen Küste. Das Schiff gehörte einer Ölfirma just aus Lawsons eigenem Beteilungsportfolio und war sogar auf seinen Namen getauft. Die Folge war der finanzielle Absturz Lawsons, der einen Großteil seinen Millionenvermögens verlor.

Die Zeiten überdauert hat der Aberglaube, dass eben jener ominöse Unglücksfreitag bis heute mit Pleiten, Pech und Pannen verbunden ist. Statistische Erhebungen der Zurich zeigen, dass sich die Unglücksfälle an jenem Tag nicht zwangsläufig häufen. “Seit Beginn unserer Untersuchung im Jahr 2009 konnten wir feststellen, dass an allen Freitagen, die auf einen 13. fallen, mit rund 2.000 Schadenmeldungen ähnlich viele Schäden auftreten, wie im Jahresdurchschnitt”, sagt Bernd Engelien von der Zurich.

Ganz im Gegenteil: “Insgesamt konnten wir am Freitag, den 13. sogar 10 Prozent weniger Schäden verzeichnen als an allen übrigen Freitagen. Durchschnittlich liegen die Schäden hier bei 1730. Die Angst der Paraskavedekatriaphobiker ist also reiner Aberglaube, denn die Zahlen sprechen eindeutig für sich”, ergänzt Engelien. Und dennoch: Schadensreichster Wochentag ist laut Zurich Statistik mit 2.200 Meldungen der Freitag.

Sollte den furchtsamen Zeitgenossen dennoch ein “tagestypisches” Unglück ereilen, gibt die Janitos Versicherung einen kurzen Überblick über die passende Versicherung:

  • Gerät eine Leiter, unter der man durchläuft, ins Wackeln und trifft diese das Haupt des unglücklichen Passanten, greift in diesem Falle die Privathaftpflicht.
  • Bremst ein tierliebender Autofahrer für die schwarze Katze, welche ihm von links oder von rechts vor das Auto läuft, greift die Kfz-Haftpflicht für einen daraus resultierenden Schaden an einem fremden Fahrzeug. Für den Schaden am eigenen Wagen greift – hoffentlich – die eigene Kaskoversicherung.
  • Wer stolpert, sollte laut Aberglaube ein Stück zurückgehen und nochmals über die gleiche Stelle laufen. Zieht man sich dann dadurch doch noch einen Bänderriss zu, greift die private Unfallversicherung.

Einen Versicherungsschutz gegen Paraskavedekatriaphobie (abgeleitet aus dem Griechischen: Paraskave = Freitag, Dekatria = 13, Phobie = Angst) gibt es derzeit allerdings noch nicht. (vwh/td)

Bildquelle: knipseline / pixelio.de

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